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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Den Tod mit anderen Augen sehen

07.09.2019

Hude Mit einem Friedhof verbinden die Menschen unterschiedlichste Dinge. Für einige ist er ein Ort der Trauer, sogar des Schreckens oder aber der inneren Einkehr, vielleicht auch ein Ruhepol in unserer schnelllebigen Gesellschaft. Manche schätzen den Parkcharakter oder sehen das geschützte Gelände als einzigartiges Biotop für Tier- und Pflanzenarten. In jedem Fall ist es ein Ort, an dem Tod und Leben aufeinandertreffen.

Den Friedhof und den Tod mit anderen Augen zu sehen, ist das Ziel eines Poetischen Friedhofsspaziergangs, den der Hospizkreis Ganderkesee-Hude organisiert und kostenfrei anbietet. „Es geht darum, zu diesem Ort ein anderes Gefühl zu entwickeln. Hier kann man nicht nur Traurigkeit, sondern auch Stille und Harmonie wahrnehmen“, sagt Johannes Mitternacht, der als Referent dabei sein wird.

Los geht es am Sonntag, 22. September, auf dem Friedhof bei der Elisabeth-Kirche, Kirchstraße 4 in Hude. Der Treffpunkt ist bei der zentral auf dem Friedhof gelegenen Andachtshalle. Danach spaziert die Gruppe 1,5 Stunden gemeinsam über den Friedhof. Zum Abschluss gibt es bei der Elisabeth-Kirche an Stehtischen die Gelegenheit, sich bei Kaffee und Tee noch einmal zum Thema auszutauschen. Musikalische Untermalung bietet das Delmenhorster „Duo Milou“ mit Karin Christoph (Geige) und Gisela Fischer (Akkordeon). Mit dabei sind zudem Linda Bahr und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen des Hospizkreises.

„Der Tod ist ein Lebensthema“, sagt Referent Johannes Mitternacht. Es sei wichtig, sich mit ihm zu beschäftigen und ihm damit den Schrecken, das Unbegreifliche zu nehmen. „Es gehört dazu, sich auf das Sterben vorzubereiten“, fügt Bahr hinzu.

Beim Gang über den Friedhof wird der Delmenhorster Schauspieler und Autor einige Gedichte, Märchen und Geschichten vortragen, die sich mit dem Tod beschäftigen – immer passend zu den Orten, an denen sich die Gruppe gerade befindet. „Es handelt sich um eine subjektive Auswahl von Texten, die mich emotional ansprechen“, sagt Mitternacht. Die literarische Bandbreite reicht dabei von Marc Aurel über Wilhelm Busch bis zu Schriftstellern des 20. Jahrhunderts wie Hermann Hesse und Joachim Ringelnatz.

Es ist nicht das erste Mal, dass Mitternacht einen Poetischen Friedhofsspaziergang anbietet. In Delmenhorst war die Idee im Jahr 2015 zum ersten Mal verwirklicht worden. Für Hude sei es eine Premiere.

Bei Fragen steht Linda Bahr vom Hospizkreis unter Telefon  04222/­806190 bereit. Sie weist darauf hin, dass Teilnehmer sich auch kleine Hocker mitbringen können.

Arne Jürgens Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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