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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Repair-Café In Hude: Gemeinsam reparieren macht so viel Spaß!

08.04.2019

Hude „Ich finde es toll, dass es hier in Hude jetzt so etwas gibt“, sagte Karin Przyklenk. Die Huderin war am frühen Freitagabend mit einer mehr als 40 Jahre alten elektrischen Viktoria-Nähmaschine einer Verwandten zur Premiere des Repair-Cafés in den Huder Kulturhof gekommen. Die ehrenamtlichen Reparateure Jürgen und Uli nahmen sich des guten Stücks an. Ein Lager klemmte, deshalb machte die Maschine so einen Lärm. Das Problem ließ sich im wahrsten Sinne des Wortes lösen. Karin Przyklenk war glücklich, als die Maschine beim Probenähen wieder leise vor sich hin surrte und ein saubere Naht entstand.

„Es gibt so viele schöne Sachen, die man nicht gleich wegschmeißen muss“, freute sich Karin Przyklenk. Das ist auch die Idee, die hinter den mittlerweile an vielen Orten angebotenen Repair-Cafés steht. Reparieren schont Ressourcen und ist gut für den Klimaschutz. Auch wenn Handel und Industrie den Kunden oft weismachen wollen, dass die Reparatur nicht mehr lohnt.

Manchmal ist es vielleicht nur ein gebrochenes Kabel, das gelötet werden kann. Oder mit dem Sekundenkleber kann der Kontakt wieder hergestellt werden. Siegfried Hoffmann war mit einer kleinen Akku-Heckenschere gekommen und war glücklich, dass Reparateur Jürgen Claußen sie wieder ins Laufen brachte.

Claußen ist einer von mehreren Ehrenamtlichen, die sich in den Dienst der guten Sache stellen. Als Elektromeister im Ruhestand ist er vom Fach und gibt auch nicht so schnell auf, wenn’s knifflig wird.

Auch die Fahrradwerkstatt, die der Huder Kulturhof schon längere Zeit betreibt, hatte geöffnet. Hier konnte Günter Winkelmann geholfen werden. Der Huder hatte ein sehr altes, topgepflegtes Fahrrad dabei, dass schon in der dritten Generation der Familie gehört. „Das gebe ich nicht aus der Hand“, so Winkelmann. Peter Schettgen und Sharam Sakhravi vom Team der Fahrradwerkstatt ersetzten denn hinteren Fahrradreifen durch einen gebrauchten Reifen aus dem Fundus der Werkstatt, damit alles wieder rund lief.

Das Repair-Café wird im Rahmen des Projektes „Mach mit beim Klimaschutz“ des Landkreises Oldenburg unterstützt. Es wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

„Ein guter Start“, freute sich Rebecca Ramke, zuständige Klimaschutz-Projektmanagerin beim Landkreis, über die große Resonanz schon zur Premiere in Hude.

„Reparieren statt wegwerfen!“ – Diese Idee hat in Hude schon einige Freunde gewonnen. Am 7. Juni gibt es das nächste Repair-Café

Dann wird wieder geschraubt, gelötet, gebohrt, geklebt – und gefachsimpelt. Auch das wurde am Freitag schnell deutlich: Das Repair-Café ist ein guter Ort des Miteinanders und der Begegnung. Interessiert wurde den Reparateuren über die Schulter geschaut. Fragen wurden gerne beantwortet. Kaffee und Kuchen standen ebenfalls bereit.

Klaus-Dieter Derke Redakteur / Hude
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