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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Wenn zwei Diven aufeinander treffen

26.11.2019

Hude Marlenchen und Leni trafen als Marlene Dietrich und Leni Riefenstahl auf der Bühne der Huder Wassermühle aufeinander. Die Schauspielerin Gala Z und der Schauspieler Benedikt Vermeer spielten die beiden Frauen am Ende ihres Lebens in Paris. Marlenchen und Leni hatten in ihrer Zeit allerdings kaum Berührungspunkte. Dietrich, die blonde Diva mit den langen Beinen und hautengen Kleidern, stellte sich gegen das Hitler-Regime und die Nazis, sie verbrachte den Krieg bei den amerikanischen Soldaten. Dagegen war für Leni der Krieg eine gute Zeit, sie hatte Hitler stets unterstützt.

Das Ambiente und die Atmosphäre in der Klostermühle versetzte die Besucher in die damalige Zeit.

Auf der kleinen Bühne lag Marlenchen trinkend im Bett, während Leni ihr Equipment zum Fotografieren aufbaute. Die beiden Frauen, hier 90 und 91 Jahre alt, blickten auf ihre guten und schlechten Zeiten zurück.

Dabei gingen sie nicht sparsam mit Schimpfworten und anzüglichen, obszönen und auch politischen Äußerungen um. Zwischendurch waren Lieder in Grammophon-Qualität zu hören.

Marlenchen zeigte sich total überdreht, trank immer wieder, eben so wie es auch Marlene Dietrich nachgesagt wird. Sie war alkoholabhängig, trank ständig und war dabei dennoch immer auf gutes Aussehen bedacht.

Die beiden Frauen schwelgten in Erinnerungen, einerseits depressiv: „Alle haben mich beschissen“, aber auch den Blick auf das Kommende gerichtet. Das Ziel von Leni, einen Film mit Marlenchen zu drehen, zog sich durch das Stück: „Wir werden einen Film drehen und alle werden sich wundern. Wir werden es allen noch einmal zeigen.“

Leni gelang es schließlich, Marlene zum Aufstehen zu bewegen und sich zurecht zu machen. Schminken und Posen vor dem Spiegel, vor der Kamera, dann legte sich Marlenchen wieder auf ihr Bett – und schlief für immer ein.

Das Stück wurde von Thea Dorn, bekannt als Autorin, Moderatorin und Kritikerin geschrieben.

Erfolgreich läuft bisher die Konzert- und Theaterreihe „Bühne frei“ des Kulturteams Hude. „Seit eineinhalb Jahren setzt sich das Team dafür ein, die Kulturarbeit in Hude zu beleben“, sagte Roland Arndt. Im Frühjahr sei geplant aus dem bislang losen Zusammenschluss heraus einen eigenen Kulturverein zu gründen.

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