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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Dänen haben Spuren hinterlassen

04.09.2017

Hude Ins kollektive Gedächtnis der Menschen im Oldenburger Land – speziell in Oldenburg und Delmenhorst – hat sich die Zeit der Dänen-Herrschaft im 17. und 18. Jahrhundert als eher negativ eingebrannt. Die Jahre zwischen 1667 und 1773 gelten als Phase des wirtschaftlichen und politischen Niedergangs.

Über die Ursachen und die Frage, welche Seite daran mehr Schuld hatte, lässt sich trefflich streiten. Einen genauen und spannenden Blick in die Vergangenheit bietet allerdings, das ist klar, eine aktuelle Wanderausstellung, die am Freitag im Huder Klostermuseum eröffnet worden ist.

„Ein frey und offen Landt?“ fragt der Titel der Ausstellung über die Dänisch-Oldenburgische Personalunion, an der unter anderen die pensionierte Geschichtslehrerin und Historikerin Herta Hoffmann mitgearbeitet hat. Sie stellte den Besuchern die vier Themenschwerpunkte vor, denen sich das von Studenten der Carl-von-Ossietzky-Universität entwickelte Projekt widmet.

Die Dokumente zeigen, dass die damalige Weltmacht Dänemark sich durchaus um einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen bemühte. So wurde 1764 eine Feuerversicherung gegründet. Wer rauchend in Scheunen erwischt wurde, musste eine Geldstrafe begleichen. Die Verpflichtung, Mitmenschen Erste Hilfe zu leisten, stammt ebenfalls aus dieser Zeit. Anlässe dafür muss es reichlich gegeben haben. Um 1700 ging die Obrigkeit gegen den Einsatz bleigefüllter Spazierstöcke vor, mit denen die Bevölkerung offensichtlich gerne ihre Streitereien austrug.

Der Vorsitzende der Klosterfreunde, Wolfgang Schaller, zeigt sich wie die Zuhörer sehr angetan von der Ausstellung. „Wir haben selten eine professionellere im Museum gehabt“, lautet sein Urteil. Da Hude über die Familie von Witzleben eng mit der Geschichte des dänischen Königshauses verknüpft ist, sei auch die nachklösterliche Zeit relevant. König Christian V. von Dänemark hatte 1687 das Huder Vorwerk mit der Mühle einschließlich des weitgehend abgebrochenen Klosters an Kurt Veit von Witzleben übertragen.

Die Präsentation der Ausstellung erst möglich gemacht hat der Huder Zimmermann Andreas Fritzschka, der kurzfristig für das Museum zusätzliche Stellwände anfertigte.
Das Klostermuseum ist im September immer freitags und samstags von 10.30 bis 17 Uhr geöffnet sowie sonntags und an Feiertagen von 12 bis 17 Uhr. Am Tag des offenen Denkmals, 10. September, gibt es ab 11 Uhr eine Führung durch die Sonderausstellung.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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