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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Bücher: Ohne sie läuft in der Bibliothek nichts

31.01.2018

Hude /Wüsting Die Huder sind weiterhin wahre Leseratten, denn die Besucherzahlen in der Gemeindebibliothek Hude steigen. Dies verkündete eine gut gelaunte Bibliotheksleiterin Anja Janzen. „Es läuft weiterhin sehr gut“, sagte sie. „2017 hatten wir 8740 Besucher, 2016 waren es noch 6904.“ Fast warte man schon darauf, dass die Zahlen einmal sinken würden, scherzt sie. Teilweise würden so viele Bücher an manchen Tagen zurückgegeben, dass diese erst einmal in Umzugskartons zwischengelagert werden müssten.

Da der Bedarf der Huder an Büchern so groß ist, gibt es mittlerweile eine zweite Ausleihstation in der Gemeindebibliothek. Diese soll die Mitarbeiterinnen entlasten. Außerdem müssen Kunden nun nicht mehr so lange in der Schlange warten. „Alle Menschen, die zu uns kommen, sind immer freundlich. Aber wir fanden es auch nicht mehr schön, wenn die Wartezeiten teilweise doch schon sehr lang sind“, sagte Janzen. Im Jahr 2017 habe es zudem 144 Neuanmeldungen bei der Bibliothek Hude gegeben.

Besucheransturm

Einen wahren Besucheransturm hätten sie und ihre Kollegin Anja Bausen am ersten Öffnungstag 2018 erlebt. Als sich am 9. Januar dieses Jahren die Bibliothekstüren öffneten, seien mehr als 122 Besucher zwischen den Regalen umhergewandelt. „Ich habe mir den Spaß gemacht und ausgerechnet, dass so fast alle 21,5 Sekunden ein Buch bei uns ausgeliehen wurde“, erzählte Janzen schmunzelnd. Weiteren Zuwachs gebe es auch bei den Online-Ausleihen. Die Huder Gemeindebibliothek und ihre Partnerstelle in Wüsting sind Teil der Nbib24. Das ist ein Verbund, dem deutschlandweit 123 Bibliotheken angehören. Alle haben Zugriff auf eine digitale Bücherdatenbank.

Die Zahl der Nutzer sei 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent gestiegen. 120 Leser nutzen das Angebot aktiv und liehen im vergangenen Jahr 3825 Mal etwas aus. Das Angebot werde vermehrt von älteren Menschen genutzt. „Wir hören aber auch, dass Pendler das Angebot nutzen“, sagte Janzen. Auch die Nutzung der Fernleihe sei gestiegen.

Der Erfolg der Huder Gemeindebibliothek sei zum Teil auch den Lesepatinnen Susanne Janßen, Sabine Schwithal und Margot Bending geschuldet. Die drei Frauen kommen schon seit Jahren ehrenamtlich in die Bibliothek und lesen Kindern donnerstags Geschichten vor. „Wenn sie nicht da sind, fragen die Kinder auch schon nach ihnen“, so Janzen. Eine weitere wichtige ehrenamtliche Mitarbeiterin ist Karin Lehmann. Sie hilft beim alltäglichen Ablauf. Das Rückräumen von Büchern oder CDs gehört ebenso zu ihren Aufgaben wie etwa kleinere Reparaturen an den Medien.

Beliebt bei Kindern ist das Bilderbuchkino, das die Gemeindebibliothek seit November 2017 anbietet. Insgesamt 85 Kinder hätten die zwei Termine zusammen mit ihren Großeltern, Eltern oder anderen Begleitpersonen wahrgenommen.

Zwar verzeichnet die Bibliothek Wüsting nicht ganz so viele Ausleihen und so hohe Besucherzahlen, dafür sind die Räumlichkeiten dort auch wesentlich kleiner als in Hude. „Im Jahr 2017 konnten wir 3744 Besucher bei uns begrüßen – eine Menge wie ich finde – und 13 042 Ausleihen verzeichnen“, sagte Rita Claußen, Bibliotheksleiterin in Wüsting. Im Jahr 2016 seien es 3740 Besucher gewesen. Die Zahl der Ausleihen befänden sich stets zwischen 13 000 und 14 000. Weniger ausgeliehen würden inzwischen Medien wie CDs. „Wenn manche Leser bei uns alles durchgehört haben, gehen sie eben weiter nach Hude“, sagte Claußen.

Stets aktuelle Titel

Nach Meinung von Mitarbeiterin Marion Giron lässt der Bücherbestand nichts zu wünschen übrig. „Von den Bestsellerlisten haben wir nahezu alle Titel da“, sagt sie. Daher müssten auch regelmäßig Flohmärkte veranstaltet werden, damit die Regale nicht überquellen.

„Auch gut angenommen werden Bilderbücher ohne Worte“, sagt Janzen aus Hude. Diese Bücher seien etwa hilfreich für Schüler von Sprachlernklassen mit Flüchtlingen.

Nur bei einer Altersgruppe haben es die Bibliotheken schwer: Teenager und alleinstehende Berufstätige um die 30 Jahre. Hier gebe es nur vereinzelt junge Menschen, die noch regelmäßig in die Bibliothek kämen. „Manche kommen dann als Erwachsene wieder zu uns. Dann merke ich, dass ich sie schon als Kinder beraten habe“, sagt Claußen aus Wüsting und lacht. Über eine junge Leserin freut sie sich ganz besonders. Das Mädchen habe im Jahr 2017 über 261 Bücher und CDs ausgeliehen. „Das ist eine von unseren Vielleserinnen. Ich weiß auch, dass sie wirklich jedes einzelne Buch gelesen hat“, erzählte Claußen. Für so eine treue Kundin sei sie auch schon einmal zu den Kolleginnen nach Hude gefahren, um dem Mädchen die gewünschten Bücher verleihen zu können. Denn in Wüsting sei schon alles gelesen. „Und das alles für eine Lesekarte zu einem Preis von 4,50 Euro. Das finde ich toll“, sagt Claußen schmunzelnd.

Tatiana Gropius Volontärin, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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