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ABSCHIED: Huder Musikanten lösen sich auf

18.10.2005

HUDE Zur Einweihung des Bahnhoftunnels wurde das Blasorchester vor fast genau 25 Jahren gegründet. Nun wurde Abschied gefeiert.

Von Benno Hespe HUDE - Die „Original Huder Musikanten“ gibt es nicht mehr. Fast auf den Tag genau 25 Jahre nach ihrer Gründung am 12. Oktober 1980 ging die Ära dieses beliebten und bekannten Blasorchesters für immer zu Ende. Am vergangenen Sonnabend fanden sich die Musiker zu einer internen Abschiedsfeier zusammen.

Die Gruppe versammelte sich dort, wo sie in all den Jahren auch geprobt hat: In den Räumen von Friedrich Voigt am Heideweg, von Anfang an Vorsitzenden. Eingeladen waren ihre Frauen, auch die der schon verstorbenen Mitglieder, sowie Musikanten anderer Orchester, die in jüngster Zeit mal ausgeholfen haben, wenn Not am Mann war.

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Anlass der Gründung war vor 25 Jahren die Einweihung des Bahnhofstunnels. Damals hatte sich eine Gruppe ehemaliger Musiker zusammengefunden, um mit ihrer Blasmusik die Menschen zu erfreuen. Von den neun Gründungsmitgliedern waren bis zuletzt noch Friedrich Voigt, Heinz Osterloh, Gerd Kulinna und Hinrich Schröder dabei. Die Initiative kam seinerzeit von Friedrich Voigt. Auf Anraten von Dr. Franz Scharmann und Dieter Voigt (beide im Namen des Gewerbe- und Verkehrsvereins) und durch Zureden von Bürgermeister Hartmut Stöver trommelte Friedrich Voigt ihm bekannte Musiker zusammen. Zeitweise waren die „Original Huder Musikanten“ mit fast 20 Musikern besetzt, zuletzt waren es noch elf, darunter auch eine Frau.

Gespielt wurde in den zweieinhalb Jahrzehnten bei vielen Anlässen: Jubiläen, Hochzeiten, Schützenfesten, Maibaumsetzen oder auch bei den plattdeutschen Theateraufführungen der Speelkoppel Lintel, deren Leiterin Hella Bisanz sich beim Abschiedsessen für all die Jahre gemeinsamer Auftritte bedankte. 25 bis 30 Mal im Jahr waren die Musikanten in ihren roten Westen und grauen Jacken unterwegs. Die Frauen fuhren immer mit, ließen ihre Männer nicht allein.

Der Klangkörper verfügte über ein Repertoire von etwa 280 Stücken volkstümlicher Musik. Eine Auswahl bekamen Besucher von Veranstaltungen unter anderen auch in Verden oder Bremen, in Wilhelmshaven oder bei einer Schiffstaufe in Bremerhaven zu hören. Jetzt können sich die viel benutzten Musikinstrumente ausruhen, es wird keine Auftritte mehr geben. Grund der Auflösung ist der fehlende Nachwuchs sowie das zunehmende Alter der Musiker. Heinz Osterloh, Martin Voigt und Gustav Rathje sind mit immerhin 84 Jahren die Ältesten, Gerd Kulinna mit 66 Jahren der Jüngste der Musikanten.

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