• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Exkursion: Historie von Huntlosen hautnah erfahren

07.07.2020

Huntlosen Auf 15 Teilnehmer begrenzt war die geführte Radtour, zu der der Verein für Kunst und Kultur zu Huntlosen am Samstag eingeladen hatte. Die Anzahl war Bedingung bei der Genehmigung, ebenso wie der Mund-Nasen-Schutz und die Bekanntgabe der Kontaktdaten, wie Jens Illgen vom Kulturverein eingangs betonte. Außerdem musste die Exkursion in Kooperation mit dem Bürgerverein Huntlosen sowie mit Beratung durch die LEB organisiert werden. Alle Hürden wurden gemeistert.

Am Treffpunkt unter der alten Kastanie an der St. Briccius-Kirche mitten im Ort waren nicht nur Neubürger dabei, sondern auch viele Huntloser, die ihren Wohnort einmal auf diese Art und Weise mit dem Rad erfahren wollten. Heimatforscher und Archivar Dirk Faß lieferte dazu den geschichtlichen Hintergrund.

Zum  Einstieg erzählte Faß von „Hunteloh“, abgeleitet von Hunte sowie Loh (von Wald). Allerdings sei die Begriffsklärung nicht ganz sicher. Von der Wehrkirche, vom Acht-Ecken-Kirchturm, von dem ausgemauerten Fenster am Altar, aber auch von der Wasa-Burg aus dem 30-jährigen Krieg und der Familie Rüdebusch, die nach Wasa im Lande herrschte, war die Rede. Und es wurde klar, dass Huntlosen eigentlich aus zwei Orten besteht, denn Hosüne sei eine eigenständige Siedlung gewesen. „Heute reden wir alle nur von Huntlosen, einem Ort, der früher für Gewerbe und Industrie ein guter Standort gewesen ist.“

Der nächste Stopp war nicht weit entfernt. Am Gasthof Meyer berichtete Faß aus der Geschichte, ebenso wie bei der Alten Molkerei und an der Dehlandbrücke. Weiter führte die Strecke zur einstigen Mosterei, der heutigen Freien Schule. Von dort ging es über die Straßen Am Sportplatz und Marschweg zur Krollheide zu den Rieselwiesen. Weitere Stationen waren die ehemalige Berufsschule am Kreisel und der damalige Gasthof Harms.

Vor einem längeren Regenschauer erreichten die Exkursionsteilnehmer den Mammutbaum am Bahndamm. 1987 zerstörte ein Blitzeinschlag die Krone. Dabei verlor der Riese zwölf Meter seiner ursprünglichen Höhe von 25 Metern. Heute bedeckt frisches Grün vollständig die gekappte Spitze. Weiter beschrieb Faß den Baum als Naturdenkmal und ein Stück Bahngeschichte, denn 1875 betrieb die Großherzogliche Oldenburgische Eisenbahn hier eine eigene Baumschule, nachdem die Strecke Oldenburg-Quakenbrück fertiggestellt worden war. Naturforscher und Geograph Alexander von Humboldt (1769-1859) überreichte der königlichen Gärtnerei in Potsdam Samen vom Mammutbaum. Auf diesem Weg kam er in die Baumschule. Der Baum dürfte ein Alter von 145 Jahren haben.

Die drei letzten Stationen, das Sonderkrankenhaus Hosüne, das Müttergenesungsheim „Waldhaus Hosüne“ und die Alte Ziegelei, brachte Faß mit verschiedenen Fotos und Kommentaren näher.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.