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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Jugend Musiziert: Ihnen ist keine Tonleiter zu hoch

20.04.2017

Dötlingen /Ganderkesee Beide waren fünf Jahre alt, als sie anfingen, auf dem hölzernen Blasinstrument zu spielen. Und beide hatten damals nicht damit gerechnet, dass sie damit Wettbewerbe gewinnen werden: Die elfjährige Joyce Huntemann aus Dötlingen und die 13-jährige Jule Osmers aus Ganderkesee haben jetzt den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“ in Wolfenbüttel gewonnen. Als Holzbläser-Ensemble holten sie 24 Punkte – 25 sind möglich. Sie setzten sich gegen sieben weitere Ensembles durch.

Vier Stücke vorgetragen

„Wir hatten kurz Zeit uns einzuspielen und waren sehr nervös“, erinnert sich Joyce an die Minuten kurz vor dem Auftritt. Zuvor hatten sie und Jule den Regionalwettbewerb mit 23 Punkten bestritten – weniger nervös waren sie deswegen nicht. Während des Spielens seien sie aber immer lockerer geworden, sagt Joyce. Vier Stücke spielten die beiden: Intro von Willem Wander van Nieuwkerk, Villan di Spagna, Solfeggiamento, Sonate Op. 2 No. 5. Diese Lieder, die sie gemeinsam mit Musiklehrerin Nina Riegler ausgesucht hatten, spielen sie bei allen Wettbewerben. Nervt es nicht so langsam, immer die selben Stücke zu üben? „Ich glaube nur meine Mutter“, sagt Jule und lacht.

Entscheidung im Juni

Joyce Huntemann (11) und Jule Osmers (13, rechtes Bild) proben einmal in der Woche gemeinsam an der Musikschule Delmenhorst bei Lehrerin Nina Riegler (linkes Bild). Durch die Musikschule kamen die beiden zum Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ für das Oldenburger Land.

Beide Musikerinnen hatten bereits in Einzelwertungen bei dem Wettbewerb mitgemacht. Allerdings traten sie zu dem Zeitpunkt in einer Altersklasse an, die noch nicht zum Landesentscheid zugelassen wurde.

Vom 1. bis 8. Juni treten die Sieger aller Bundesländer in Paderborn an. Dort werden Jule und Joyce die vier Stücke der vorausgegangenen Wettbewerbe erneut vortragen.

Richtig viel Zeit zum Üben bleibt den beiden jungen Musikerinnen sowieso nicht: Joyce besucht eine Ganztagsschule und macht nebenbei Karate. Den blauen Gürtel habe sie neulich geschafft, erzählt sie. „Ich übe dann immer vor der Schule.“

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Auch Jule ist außerhalb von Blockflötenprobe und Schule sportlich unterwegs. „Ich spiele Badminton, reite und mache Ballett.“ Zu viel üben bringe sowieso nichts, findet die 13-Jährige. Eher sei es nützlich, nach und nach neue Stücke einzuüben. Stundenlang Blockflöte zu spielen nütze vor dem entscheidenden Auftritt auch nicht. Außerdem komme es nicht darauf an, die Töne perfekt zu treffen, sind sich beide einig. „Sie haben mehr mit Herz gespielt“, sagt Joyce Mutter Kathrin, die bei dem Auftritt mit ihrem Mann im Publikum saß. Während andere Teilnehmerinnen doch eher ernst und unbeweglich wirkten, hätten Joyce und Jule mehr Bewegung beim Spielen reingebracht. Das hätte ihnen Frau Riegler so gezeigt, erzählt Joyce.

„Wenn man sich bewegt, bleibt man im Takt“, bestätigt Jule, dass so das Blockflötespielen leichter falle. Wie Joyce war auch sie vor dem Auftritt nervös. „Ich habe die ganze Zeit versucht, entweder auf meine Noten oder an die Wand zu gucken.“ Nur nicht Richtung Publikum schauen – denn dort saß auch die sechsköpfige Jury, die keine Miene verzog. Außer das eine Jurymitglied, erinnert sich Joyce Mutter. Das habe für einen Moment ein Lächeln gezeigt.

Langes Warten

Nach dem Auftritt hieß es mehr als 24 Stunden warten. Um 12.55 Uhr traten Jule und Joyce auf, erst am nächsten Tag um 22 Uhr standen die Ergebnisse im Internet. „Mama und Papa sind zu uns reingestürmt“, erinnert sich Joyce an den Abend, als sie mit ihren Freundinnen zusammensaß und einen Film guckte. An dem Abend erfuhr sie, dass sie es geschafft hatten.

Ab dem 1. Juni geht es weiter: Dann findet bis zum 8. Juni der Bundeswettbewerb von „Jugend musiziert“ in Paderborn statt. Bis dahin haben Jule und Joyce die Möglichkeit, noch weiter ihre vier Stücke zu üben.

Andere Instrumente lernen? Vielleicht irgendwann mal, antwortet Jule. Aber das Blockflötespielen mache ihr momentan sehr viel Spaß. Und wo sieht Joyce ihre Zukunft – beim Karate oder in der Musik? Sie muss kurz überlegen. „Wahrscheinlich beides. Ich mag beides gern.“

Verena Sieling Wildeshausen / Redaktion Wildeshausen
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