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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kultur: Im Zwiespalt zwischen Schönheit und Intellekt

14.02.2013

Wildeshausen Seinen Ruf als brillanter Puppenspieler, aber auch Schauspieler hat Pavel Möller-Lück am Mittwochabend im ausverkauftem Forum des Gymnasiums Wildeshausen einmal mehr unterstrichen. Unter viel Beifall führte das Theater Laboratorium Oldenburg auf Einladung des Kulturkreises Wildeshausen „Die Rotkäppchen-Variationen“ auf.

Dieses Erfolgsstück, das seit Herbst 2011 schon rund 150mal das Publikum begeisterte, beschreibt eine Liebesgeschichte in den späten 60er Jahren der DDR. Eine Geschichte, die zum Scheitern verurteilt ist, eine Geschichte um den „Gänger zwischen den Welten“, um das Tier und die politischen Verhältnisse in der Lausitz. In der Lausitz wurde 1906 der vorerst letzte Wolf in Deutschland erschossen, und hier wurde auch fast 90 Jahre später eine Neuansiedlung vorgenommen.

„Wir freuen uns sehr, so hochkarätiges Theater hier anbieten zu können. Auftritte des Theater-Laboratoriums gelten als Kassenfüller und Garant für eine große Bühne“, so Horst Strömer bei der Begrüßung der zahlreichen Gäste. Zudem bedankte er sich bei Jürgen von der Rente und Christiane Otte von der OLB-Stiftung für eine Spende von 1500 Euro.

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In seinen „Variationen“ zeigt Regisseur Pierre Schäfer aus Berlin in gelungener Zusammenarbeit mit Pavel Möller-Lück das Unbehagen ob der Existenz eines Wolfes auf. Die faszinierende Fremdheit des Wesens wird als beängstigend, aber auch erotisch empfunden. Schönheit und „Intellekt“ erscheinen als unwiderstehlich. Eine Faszination, der sich auch Rotkäppchen als junge Frau, gespielt von Beatrice Bader, nicht entziehen kann.

Das jedoch ist undenkbar in der Lausitz der 60er Jahre. Dr. Alfred Gallwitz (Pavel Möller-Lück) ermittelt für die Staatssicherheit in der abgelegenen Wachstube, in der der Wolf inhaftiert ist und von Polizeihauptwachtmeister Jäger (Jonathan Went) bewacht wird. Jäger ist ein Wachhabender, der für sich die Vorzüge der Abgeschiedenheit lebt und oft genug im Widerspruch zu Vorschriften handelt.

Hier taucht plötzlich Dr. Gallwitz auf, um den Wolf zu verhören. Aber der Wolf ist gewieft und macht seinem Gegner das Leben schwer.

Schonungslos arbeitet er Widersprüche in den unbestellten Feldern des Dr. Gallwitz auf. Macht und Willkür treffen dabei auf Poesie und Kühnheit, bisweilen komisch und dann wieder traurig-schön. Auf jeden Fall eine ideale schauspielerische Spielwiese, die das Theater Laboratorium mit Leben füllt und dabei mittels Bühnentechnik und treffender Komik zeitkritisch Miss-stände aufdeckt.


Mehr Infos im Internet unter   www.theater-laboratorium.org 
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