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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

In Dötlingen fast wie zu Hause

07.04.2014

Dötlingen „Ausverkauft“ meldete der Schützenhof „Unter den Linden“ in Dötlingen am Freitagabend. Einmal mehr hatte sich der Bremen Vier-Comedy-Club angesagt und für einen vollen Saal gesorgt. Ein Abend mit Wortspielereien, Spitzfindigkeiten, aber auch der Wiedergabe vieler Alltagsbegebenheiten. Das Comedy-Publikum dankte es mit reichlich Beifall.

Auch wenn Moderator Mario Roggow eingangs eine Aufwärmphase zwischen Publikum und den Bühnenakteuren einlegte: Als David Werker, Holger Edmaier und Kerim Pamuk die Bühnenbretter betraten, waren die Gäste bereit für einen Abend voller Spaß.

Dabei hatte David Werker als Erster seinen Auftritt. Er berichtete aus der Zeit des Erwachsenwerdens. „Wer feiert, der kann auch ausschlafen“ oder „Die Pflanzen wachsen bei mir auf der Fensterbank knusprig“. Auch sein Germanistik-Studium ließ er nicht aus. Ein Studium „auf gut Glück“ und die Erkenntnis, dass der Weg kein leichter sein werde, schilderte er in seinem Programm.

Holger Edmaier fühlte sich dagegen in Dötlingen fast wie zu Hause. Der gebürtige Bremer wuchs in Ganderkesee auf und kennt hier Land und Leute. Aber nicht die Nord-deutschen waren es, die er an diesem Abend auf die Schippe nahm, sondern das schillernde Leben in Köln und in Stuttgart. Edmaier erzählte aus Stuttgart-Hallschlag. Ein Stadtteil, den er als das Bergedorf Ganderkesees bezeichnete.

Seine Gespräche mit Mascha und auch seine Kindheitserinnerungen tischte Edmaier gnadenlos auf. „Kennt ihr noch die Strumpfhosen, die wir alle egal, ob Junge oder Mädchen, tragen mussten, egal, ob sie passten und fast gewaltsam von Mama übergestreift wurden?“, rief er in die Runde. Irgendwie hatte wohl jeder ein ähnliches Erlebnis in seinem Gedächtnis, wie der Lacherfolg schließen ließ.

Vor 30 Jahren sei er noch ein echter Türke gewesen, rief dagegen Kerim Pamuk aus Hamburg. „Ich stamme von der türkischen Schwarzmeerküste“, gab der heute „eingedeutschte Türke“ zu verstehen. „Unsere Familien sind vom Stamm der Losen. Ein Volksstamm, der die Ostfriesen der Türkei darstellte“, so Pamuk. Zu 80 Prozent werde nach dem Herzen gehandelt. Die restlichen 20 Prozent würde das Hirn beisteuern.

„Heute bin ich ein deutscher Türke“, nahm der Hamburger die Deutschen keck aufs Korn. Während der Türke einfach einen Kaffee kurz fordert, überlegen die Deutschen lange, wie es dabei um Gesundheit und Bekömmlichkeit steht. Oder sie stellen auch Fragen nach den Ballaststoffen in einem Döner. Für Losen undenkbar.

Eindrucksvoll schilderte er aber auch seine Erfahrungen beim Vorbereitungskursus für die Geburt zusammen mit seiner Frau. Da war die Rede von Beinmassage, dem „Äpfelschütteln“ und dem Empfinden im Streichelzoo zu sein. Am Ende des unterhaltsamen Abends hatte wohl kaum noch jemand ein trockenes Auge im Saal.

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