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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

BUCHVORSTELLUNG: Interesse an Zeitzeugenberichten

20.11.2006

HARPSTEDT Im Buch kommen Zeitzeugen zu Wort. Die Erinnerungen werden ergänzt mit Dokumenten.

Von Gunda Ahlers HARPSTEDT - „Wir wollen versuchen, Ihnen das Buch schmackhaft zu machen.“ Mit diesen Worten eröffnete Archivar Dr. Jürgen Ellwanger am Freitag im Gasthof „Stadtgespräch“ die Vorstellung des so eben erschienenen Werkes „12 Jahre – Harpstedt im Nationalsozialismus“. In erster Linie kämen darin Zeitzeugen zu Wort: „Nach 61 Jahren haben wir die allerletzte Chance ergriffen, Zeitzeugen zu befragen“, sagte Ellwanger und verwies auf einen eigens eingerichteten Gesprächskreis, in dem Konrad Knolle, Horst Horstmann, Johann Schumacher, Claus Lampe, Alfred Horstmann und Rolf Weber mitarbeiteten. Sie alle hatten neben Ellwanger auf dem Podium Platz genommen, um durch das Vorlesen von Textauszügen Leselust zu wecken.

Das Buch ist nach Themen gegliedert. So werden die schwierige wirtschaftliche Lage der Bauern und die hohe Arbeitslosigkeit aufgegriffen. Es wird über die Gründung der ersten NSDAP-Ortsgruppen in Ippener, Winkelsett und Harpstedt sowie über die Bildung der Sturmabteilung (SA) berichtet, die vor 1933 für den Saalschutz zuständig war. Weitere Themen sind die Gleichschaltung des Gemeinderats im Flecken, die Persönlichkeit des Ortsgruppenleiters Wilhelm Gunst in Harpstedt, die Hitlerjugend, der Suizid des Harpstedter Pastors Adolf Schulz, die Lage der Juden, die ersten Bombenabwürfe über Harpstedt.

Das erste Kapitel beginnt mit der Schilderung der letzten Kriegstage in Harpstedt und dem Einmarsch englischer Truppen. Claus Lampe – damals neun Jahre alt – beschreibt, was ihm davon in Erinnerung blieb.

Ergänzend zu den persönlichen Erinnerungen (die Mitglieder des Gesprächskreises „Zeitzeugen“ berichten nicht nur über eigene Erfahrungen und Beobachtungen, sondern befragten zusätzlich viele ältere Bürger) gibt es zu vielen Themen ergänzende Information in Form von Dokumenten aus Archiven der Samtgemeinde, des Landkreises Diepholz, der Stadt und des Kirchenkreises Syke sowie Zeitungsausschnitte und Tagebuchaufzeichnungen.

Viele Zuhörer im vollen Saal des „Stadtgespräch“ zeigten sich durch die Textausschnitte so interessiert am Gesamtinhalt, dass sie gleich im Anschluss an die Buchpräsentation das Buch kauften. Es umfasst 224 Seiten und kostet 20 Euro. Dankesworte richtete Ellwanger an den „alten“ Gemeinderat dafür, dass er den Druck des Buchs ermöglichte. Weiterer Dank ging an den Kunst- und Kulturverein Harpstedt, der die Buchpräsentation organisiert und für den Besuch der Veranstaltung geworben hatte.

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