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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Falkenburger Dorfmusikanten“ sind bereit für die große Bühne

27.04.2019
Frage: Frau Wessels, Sie haben jetzt ein Team von 20 Darstellern, die auf der Bühne alles geben. Aber vor Beginn des Tanztheater-Projekts mussten Sie erst einmal viel Überzeugungsarbeit leisten, um Mitwirkende zu gewinnen. Woran lag das?
Wessels: Am Anfang war das Projekt noch schwer zu durchschauen. Ich habe gesagt, dass ich prozessorientiert arbeite – es war nicht klar, in welcher Form wir das umsetzen, weil ich die Möglichkeiten der Schauspieler erst einmal ausloten musste. Sie kommen ja aus verschiedenen Wohnheimen der Norle und der Lebenshilfe, ich kannte niemanden von ihnen. Am Anfang standen sechs Wochen vertrauensbildende Maßnahmen. Das ist voll aufgegangen! Danach hat sich alles wunderbar gefügt.
Frage: Sie haben schon mehrere große Theaterprojekte gestemmt, aber noch keines mit „anders begabten“ Menschen, wie sie sagen. Was macht die Arbeit mit ihnen so besonders?

zwei Aufführungen im Kleinen Haus

Im Sommer 2017 haben die Vorbereitungen für das inklusive Theaterstück „Die Falkenburger Dorfmusikanten“ der Tanzschule Wessels in Kooperation mit der Norle gGmbH begonnen. Vor einem Jahr begannen dann die Proben. Auf der Bühne stehen 20 Menschen mit Behinderungen sowie gut 20 Tänzer der Gruppen „First Try“ und Hip-Hop-Kids aus der Tanzschule.

Die beiden Aufführungen finden am Freitag, 10. Mai, und Samstag, 11. Mai, jeweils ab 19 Uhr im Kleinen Haus in Delmenhorst statt. Karten sind für 8 Euro im Kulturbüro des Delmenhorster Rathauses sowie an der Abendkasse erhältlich.

Wessels: Das grundehrliche Miteinander! Wenn jemand nicht gut drauf ist, merkt man das sofort. Auch Sympathien und Antipathien werden klar benannt. Davon habe ich sehr profitiert.
Frage: Auch zwei Gruppen aus Ihrer Tanzschule, „First Try“ und die Hip-Hop-Kids, wirken am Stück mit. Gab es bereits ein Zusammentreffen zwischen Tänzern und Schauspielern?
Wessels: Ja, am 6. April gab es eine große Probe mit allen Beteiligten und in Kostümen. Ich habe noch nie eine so gute Probe in der Zusammenfassung erlebt! Wir haben gemerkt, dass sich dort vieles geklärt hat. Vorher hatten auf beiden Seiten noch Unsicherheiten bestanden. Eine Tänzerin war zu Tränen gerührt, und die Hip-Hop-Kids, die normalerweise sehr ausgelassen und laut sind, waren plötzlich leise und vorsichtig. Nun wissen alle, worum es auf der Bühne geht.
Frage: Wie sehen Sie selbst der Premiere entgegen?
Wessels: Ich bin noch erstaunlich ruhig. Mich sorgt ein wenig, dass wir nur noch zwei Proben haben. Einige Punkte können wir erst auf der Bühne im Kleinen Haus klären. Aber wir haben versucht, alles, was möglich ist, aus uns herauszuholen. Für mich ist auch das gute Ergebnis wichtig, das wir im Arbeitsprozess erreicht haben – und ich bin sehr kritisch.
Frage: Die Premiere hat noch nicht stattgefunden, da haben Sie schon das nächste Projekt im Blick. . .
Wessels: Das stimmt. Im Oktober vorigen Jahres haben die Mitwirkenden den Wunsch an mich herangetragen, weiterzumachen. Die Planungen für „Theater 2.0“ laufen. Die Terminierung steht, das Konzept steht. Aber es kann nur umgesetzt werden, wenn wir Sponsoren dafür finden.
Karoline Schulz Redakteurin, Agentur Schelling / Redaktion Ganderkesee
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