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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Julchen trägt das Herz am rechten Fleck

29.05.2013

Hude In der Gymnastikhalle der Peter-Ustinov-Schule stehen ein altes Sofa und ein Thron, auf einem Schreibtisch liegt eine Krone. Am Rand sitzen sieben junge Leute zwischen zwölf und 16 Jahren und schauen konzentriert auf Anke Ruge. Beim Probentag der Theater-AG steht die Besprechung des ersten Durchlaufes an.

Mit Kritik sparen Ruge und ihr Kollege Jan Mattenheimer dabei nicht, sie äußern vor allem Ermahnungen, Aufforderungen, Verbesserungen. „Ihr freut Euch doch total darauf, diese Geschichte zu erzählen“, sagt Ruge etwa zu den Erzählerinnen. Beide nicken. „Auf der Bühne muss mehr Freude und Begeisterung rüberkommen“, mahnt Ruge. Es gibt harte Kritik, aber auch Lob für die jungen Darsteller. Schließlich stehen bis zur ersten Aufführung nur noch vier Proben auf dem Plan. Und die Premiere hat es in sich, denn die Theater-AG der Peter-Ustinov-Schule nimmt am diesjährigen Jugendtheaterfestival des Oldenburgischen Staatstheaters teil.

Es wird aufregend

Erst seit diesem Schuljahr probt die neu gegründete Theater-AG unter Leitung von Anke Ruge. Die Lehrerin hat selbst eine Schauspielausbildung und betreut mit viel Freude und großem Engagement die jungen Darsteller. Unterstützt wird sie beim Probentag von ihrem Kollegen Jan Mattenheimer, der ebenfalls Bühnenerfahrung besitzt. Für die Schüler und ihre Betreuer ist es eine große Ehre, in Oldenburg auf der Bühne zu stehen. „Es wird auf jeden Fall aufregend“, sind sich die Nachwuchs-Schauspieler einig. „Endlich spielen wir vor einem richtigen Publikum.“ Gespannt sind die Jugendlichen auch auf die Aufführungen der anderen Gruppen: „Wir können von denen sicher noch etwas lernen.“

Moritz Scholz, Sebastian Schroeder, Jordes Vosteen, Kerstin Heyken, Laura Louise Würdemann, Jamie-Lee Mansholt und Lilien Kleene spielen mit. Die sieben Schülerinnen und Schüler der 6. bis 9. Klasse proben einmal in der Woche, gelegentlich auch am Wochenende. Theater macht allen großen Spaß: „Es ist toll, ganz andere Rollen zu spielen.“ Darin liegt aber auch die Herausforderung. „In der Rolle zu bleiben, ist gar nicht einfach“, wissen die Darsteller. Seinen Text zu lernen, die Personen zu verstehen, ihre Handlungen bis ins kleinste Detail überzeugend darzustellen und dabei noch ernst zu bleiben, braucht eine Menge Vorbereitung: „Wir üben die Sachen so lange, bis wir sie draufhaben.“

Gezeigt wird das Jugendstück „Die Tochter des Ganovenkönigs“ aus der Feder des niederländischen Theatermachers Ad de Bont.

Jagd auf goldenes Herz

Als Tochter eines Ganovenkönigs hat man kein leichtes Leben: Erst recht nicht, wenn die eigene Mutter eigentlich keine Kinder mag und der eigene Vater es auf das goldene Herz seiner Tochter abgesehen hat, weil ihm das noch in seiner Sammlung fehlt. Julchens Eltern sind eben durch und durch schlecht und böse. Kein Wunder, dass Julchen sich am liebsten von ihren Eltern scheiden lassen will. Aber geht das überhaupt? Und sind die karrieresüchtige Richterin und der korrupte Kommissar dafür die richtigen Helfer? Mit viel Witz und einer gehörigen Portion schwarzem Humor erzählt die kriminelle Komödie die Geschichte eines mutigen Mädchens, das trotz aller Widrigkeiten das Herz immer am rechten Fleck hat.

Premiere feiert „Die Tochter des Ganovenkönigs“ am Freitag, 21. Juni, um 19 Uhr in der Exerzierhalle in Oldenburg.

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