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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kein Lampenfieber vor Predigt

28.01.2017

Wildeshausen Was fasziniert an der Figur Martin Luther besonders? So manch einer würde da länger nachdenken. Christopher Hoyer hat eine klare Meinung: „Er war reformatorisch; hat gegen die starren Strukturen rebelliert. Das gefällt mir“, sagt der 16-jährige Gymnasiast. Auch die Bibelübersetzung ins Deutsche stehe auf der „Habenseite“ des großen Reformators (1483-1546).

Schon seit einiger Zeit arbeitet Hoyer in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Wildeshausen mit – inzwischen im Konfirmandenteam, der Kinderkirche und im Team des „G17“-Gottesdienstes. Zudem singt der leidenschaftliche Musiker, der Kontrabass und E-Bass spielt, in der Kantorei. Seit zwei Wochen absolviert der Wildeshauser sein Schulpraktikum in der Kirchengemeinde. Dazu hätten ihn die Pastoren während der Konfirmandenzeit ermuntert, erzählt er.

„Reichtum des Berufes“

Hoyer begleitet vor allem Pastor Markus Löwe. Er spricht von „einer speziellen Arbeitsituation“ – nicht nur wegen der unregelmäßigen Arbeitszeiten, sondern auch angesichts der unterschiedlichen Anlässe. So ist der Schüler bei Dienstbesprechungen, Vorbereitungstreffen oder gar bei Traugesprächen dabei. Allerdings nicht bei schweren seelsorgerischen Gesprächen – auch, um den jungen Mann „zu schützen“, wie Löwe sagt. Er zeige seinem Schützling gern den „großen Reichtum des Berufes“.

Im Gottesdienst „G17“ an diesem Sonntag um 17 Uhr in der Alexanderkirche schlüpft Hoyer gern einmal in die Rolle des Pastors. Anlässlich des Reformationsjubiläums hat er sich Gedanken gemacht zu dem Luther-Ausspruch „Viele Bücher machen nicht gelehrt, viel Lesen auch nicht, sondern gute Bücher und oft lesen.“ Das Zitat stamme aus einer Schrift Luthers an den „christlichen Adel deutscher Nation“, die als eine der wichtigsten reformatorischen Werke gilt. In einer Kurzpredigt will der Gymnasiast Parallelen ziehen zu anderen Luther-Worten und hinführen zu dem Bibeltext „Römer 3, 21-28“. Dort geht es um Gerechtigkeit vor Gott durch den Glauben an Jesus Christus.

Lampenfieber vor seiner ersten Predigt habe er nicht, erzählt der 16-Jährige. „Ich hatte immerhin zwei Wochen Zeit, um mich vorzubereiten.“ Mehrfach ist er mit Pastor Löwe das Manuskript, insgesamt vier Seiten lang, durchgegangen. Der gab auch Tipps zur Gestik: „Setze ruhig Deine Hände ein!“

Theologie-Studium

Hoyer liebäugelt damit, nach dem Abitur Theologie zu studieren, vielleicht in Heidelberg. Bei der Frage, was er als Pastor anders machen möchte, kommt er dann aber doch ins Grübeln: „Das weiß ich nicht. Vieles ist schon ideal.“

Stefan Idel Redaktionsleitung / Redaktion Wildeshausen
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