• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Musik: Altes Instrument trotzt der Kälte

24.12.2019

Kirchhatten /Wardenburg Es ist empfindlich kühl in der 1903 erbauten Friedhofskapelle auf dem Friedhof an der Munderloher Straße. Heide Grotelüschen sitzt im dicken Wintermantel auf der Bank und greift in die Tasten. Der Gast, der ihr dabei über die Schulter schaut, lässt sogar lieber die Handschuhe an.

Doch als das „Trumpet Tune“, eine bekannte Komposition des wohl bedeutendsten Barockkomponisten Englands Henry Purcell ertönt, wird beiden schnell warm ums Herz. Dieser Klang – und die Fußarbeit, die die Musikerin leistet! Denn wie bei einer alten Nähmaschine muss sie permanent treten, damit Luft über zwei Blasebalge in das Instrument zu den Metallzungen befördert wird.

Nicht von ungefähr erinnern die Töne an ein Akkordeon oder eine Mundharmonika – es ist das gleiche Prinzip, nur um einiges größer. Der große Vorteil gegenüber anderen Tasteninstrumenten: „Die Kälte macht dem Harmonium wenig aus, es verstimmt sich nicht“, sagt Heide Grotelüschen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Wie ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk ist das aus dem vorigen Jahrhundert stammende, schön gearbeitete Tasteninstrument für die Kirchengemeinde. Vermittelt hat es die Kirchhatterin Irma Bruns. Tatkräftig unterstützt wurde der Umzug in die Friedhofskapelle durch den Wardenburger Eckhardt Hildebrandt in seiner Funktion als 1. Vorsitzender des Vereins für Arbeit und Umwelt Wardenburg (VAUW). Hildebrandt sorgte dank guter Kontakte auch für eine schnelle Reparatur der anfangs etwas widerspenstigen Luftpumpmechanik. Jetzt klingt das Instrument wie neu. Gebaut wurde das Harmonium von der Estey Organ Company (Brattleboro/USA). Estey war mit 500 000 Modellen in seiner etwa 100-jährigen Firmengeschichte (1850er-1950er Jahre) einer der größten Hersteller weltweit.

Heide Grotelüschen schätzt den Harmonium-Klang sehr. „Wenn ich Zeit habe, gehe gerne hierher und spiele ein wenig“, sagt sie. Der Unterschied zu einem Vorgängermodell, das nur zwei statt neun Register und entsprechend weniger Klangfarben hatte, sei deutlich zu hören. Bald sollen sich davon auch andere überzeugen können. Ein Konzert mit dem neuen, alten Harmonium ist für das kommende Jahr in der Friedhofskapelle geplant.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
Rufen Sie mich an:
04407 9988 2731
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.