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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Klarer Klang und frische Brise

17.06.2013

Ganderkesee „Viva il coltello“ (Es lebe das Messer): Nein, das wollen wir nicht mehr hören! Im 17. und 18. Jahrhundert ließ man die Kunst des Chirurgen hochleben, der aus begnadeten Sängerknaben Kastraten machte. die mit ihrem Gesang die Musikwelt begeisterten. Heutzutage können wir uns an Countertenören erfreuen, die allein durch eine Falsett-Technik in der Lage sind, eine Kopfstimme als Alt oder Sopran zu erzeugen.

Humorvolle Moderation

Beim ersten Ganderkeseer Rathauskonzert unter der neuen Leitung von Stefan Lindemann stellte dies Countertenor Michael Lieb eindrucksvoll unter Beweis. Das Programm umfasste Opernarien des 18. Jahrhunderts von Händel, Vivaldi und unbekannteren Komponisten, die Michael Lieb als Moderator humorvoll und charmant den Zuhörern erläuterte. Er überzeugte mit strahlender Stimme auch bei schwierigsten Koloraturen und ungewohnten Intervallen und eroberte sein Publikum mit sichtlicher Freude am Singen. Dazu trugen auch seine Begleiterinnen, Nadine Henrichs (Violine) und Nadine Remmert (Cembalo), in hohen Maße bei. Nadine Henrichs überraschte zudem mit dem warmen Ton ihrer Barockgeige in der Sonata quarta für Violine und Generalbass von Johann Heinrich Schmelzer (1623-1680) und bewies nicht nur virtuoses Können bei berührender Ruhe, sondern setzte auch stilvoll verhaltene Vibrati ein. Nadine Remmert trat solistisch mit einer Ciaccona von Bernardo Storace (1637-1707) hervor, mit der sie eindrucksvoll ihre Geläufigkeit unter Beweis stellte.

Dem Organisator Stefan Lindemann ist es geglückt, die traditionsreiche Reihe der Rathauskonzerte einerseits zu bewahren, andererseits zu erneuern. „Dolci freschi burette“ (sanfte frische Brise) von Nicola Porpora (1686-1768) war wohl bewusst ein Programmpunkt, weil Porpora als heftiger Konkurrent Händels in die Musikwelt einging.

Überraschungen am Ende

Freche Überraschung: Michael Lieb kündigte gleich Zugaben im Plural an und verblüffte mit kecker Auswahl. Die „Seeräuber-Jenny“ aus Kurt Weills Dreigroschenoper und ein Abba-Song mit Stefan Lindemann am Klavier katapultierten die Barock-Freunde in die Gegenwart. Köstlich amüsierten sie sich über den einzigen Ton des Triangels von Nadine Henrichs .

Weitere feine Neuerung: Nach dem Konzert lud Stefan Lindemann zu Gesprächen mit den Künstlern bei Häppchen und Getränken in den ersten Stock des Lichthofes ein. So werden die Rathauskonzerte weiterleben, und man freut sich schon jetzt auf den 9. November mit dem Bremer Barockensemble La Ninfea.

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