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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kleiner Club bringt die Szene ins Rollen

21.05.2014

Bergedorf /Heiligenfelde Technische Herausforderungen zu meistern, damit kennen sich die Heinkelfreunde Bremen-Unterweser aus. Schließlich sind die meisten von ihnen Schrauber. Doch die „technischen“ Herausforderungen, vor der die 28 Rollerfahrer aktuell stehen, verlangen andere, ungewohnte Qualitäten: Sie bereiten das 31. Internationale Heinkel-Treffen 2014 vor, eine Veranstaltung unter der Schirmherrschaft des Heinkel-Clubs Deutschland mit mehreren hundert Teilnehmern (und Rollern). Am Montag war das Organisations-Team bei Heinz und Edda Timmermann in Bergedorf – zu letzten Absprachen.

4 Tage Programm

Von Donnerstag, 29. Mai, bis Sonntag, 1. Juni, findet das 31. Internationale Heinkeltreffen beim Dorfgemeinschaftshaus in Syke-Heiligenfelde statt. Bislang liegen 441 Anmeldungen vor. Zu den Höhepunkten zählen eine gemeinsame, 110 Kilometer lange Ausfahrt am Freitag, 30. Mai, ab 9.30 Uhr und ein Tag der offenen Tür mit Mitfahrgelegenheit für alle Interessierten am 31. Mai ab 13 Uhr.

Im Jahr 1953 begannen die Ernst Heinkel-Flugzeugwerke mit dem Bau von Motorrollern. Bekanntestes Fabrikat war der bis 1965 hergestellte Heikel Tourist, ausgestattet mit einem luftgekühlten Einzylinder-Viertaktmotor.

Wer sich mit den Heinkelfreunden unterhält, der merkt schnell: Da geht es nicht nur um irgendein motorgetriebenes Zweirad, es geht um den, wie Club-Vorsitzender Jens Borchers ihn nennt, „Mercedes unter den Rollern“ – und um ein Lebensgefühl.

„Heinkel“, dieser Name stehe bei Rollerfahrern für Zuverlässigkeit, Stabilität, einfache Pflege. Und: „Kein anderer Roller hat diesen Klang“, schwärmt Heinz Timmermann. Wenn er an Menschen vorbeifahre, könne er sicher sein, dass viele Augenpaare seinem Roller folgen.

Wer Anfang der 60er Jahre einen solchen Roller sein Eigen nannte, der „hatte gute Karten, wenn er ein Mädchen abschleppen wollte“, lacht Präsident Borchers. Nur: Um 1965 sei damit Schluss gewesen. Das Wirtschaftswunder habe sich auch auf der Straße bemerkbar gemacht – die Angebeteten hätten den Platz im Pkw vorgezogen.

Heute seien wohl 90 Prozent der Clubmitglieder Menschen, „die in ihrer Jugend einen Heinkel-Roller hatten oder die sich einen wünschten“, schätzt Borchers. Das heißt aber auch: Viele der Fahrer sind in die Jahre gekommen – was das Organisieren einer Großveranstaltung nicht eben leichter mache.

Dass ausgerechnet der kleine Club Bremen-Unterweser die Großveranstaltung auf die Beine stellt, geht auf einen Wunsch von Borchers zurück. Vor etwa drei Jahren sei man mit den Vorbereitungen angefangen, erinnern sich Heinz Timmermann und Gerd Matrose. Gar nicht so einfach sei die Suche nach einem geeigneten Ort gewesen – zumal man für die teils auch mit Wohnwagen oder Zelten anreisenden Heinkelfreunde Platz brauche. Beim Dorfgemeinschaftshaus Heiligenfelde (bei Syke) sei man fündig geworden.

Eigens für das viertägige Treffen entwarf Borchers eine Jahresplakette – mit dem Bremer Rathaus drauf, davor die Stadtmusikanten, natürlich auf einem Heikel-Roller. „Ein wenig Vespa-Ansatz“ habe der Roller, flachst Borchers’ Stellvertreter Hans-Jürgen Arbeiter. „Aber das haben wir unserem Präsidenten verziehen.“

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