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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Flüchtlinge Im Landkreis: Kleiner Film soll Großes bewirken

15.06.2015

Großenkneten Das Schicksal ihres Mitschülers lässt sie nicht los: 2500 Kilometer hat der Junge aus dem Irak zurückgelegt, einen großen Teil zu Fuß oder versteckt auf Lastwagen. Mit 15 Jahren hat er sich allein auf den Weg gemacht, der Vater wurde in den Kriegswirren getötet, Mutter und Geschwister musste er zurücklassen. In Deutschland angekommen hat der Junge ein neues Heim bei Verwandten gefunden. Als anerkannter Flüchtling darf er in Deutschland bleiben und könnte auch seine Familie nachholen – die nötigen Visa und Formalitäten kosten aber eine Menge Geld, dass der Junge aber nicht hat.

Um ihm, und anderen Kindern und Jugendlichen in der gleichen Situation zu helfen, hat die Handyfilm-AG der Schule einen Spenden-Spot gedreht. Ein so genanntes Storyboard wurde geschrieben, die verschiedenen Szenen gedreht. Einstellungen wurden diskutiert, verschiedene Stücke als Filmmusik ausprobiert und am Ende der fertige Film geschnitten.

Was dabei herausgekommen ist, haben die 17 Schülerinnen und Schüler aufgeteilt in Gruppen in allen Klassen der Schule vorgestellt – mit dem Ziel in einer Spendenbox möglichst bald 2000 Euro zu sammeln. „Ich hatte schon etwas Angst, dass den anderen Klassen der Film nicht gefällt“, sagt James, der für den Schnitt zuständig war. Aber alle Gruppen haben die Erfahrung gemacht, dass der Film und die Geschichte, die sie ihren Mitschülern erzählt haben, großen Eindruck gemacht haben. „Einige hatten Tränen in den Augen“, sagt der 13-jährige Sasha.

Auch den 15-jährigen Kadar lässt die Geschichte seines Mitschülers nicht los. „Es ist unfassbar, was für einen Weg er gehen musste“, sagt er.

„Selbst möchte der Junge nicht an die Öffentlichkeit gehen“, sagt Schulsozialarbeiterin Barbara Efthimiadis-Christidis. „Aber er möchte, dass seine Geschichte erzählt wird.“

Das gesammelte Geld will die Handyfilm-AG über den Förderverein der Schule, der auch Spendenbescheinigungen ausstellen kann, an das Jugendamt des Landkreises weiter reichen. Das Amt kann damit dann jugendliche Flüchtlinge unterstützen.

Nächstes Ziel der Schülerinnen und Schüler: Sie wollen ihren Film auch noch dem Kollegium der Schule vorführen. Zu sehen ist das Werk unter dem Titel „Egal wie viel, denn das hat Stil, 2000 Euro ist unser Ziel“ auch auf der Homepage der Schule. Dort gibt es auch alle nötigen Informationen, um selbst zu spenden.


     www.graf-von-zeppelin-schule.de 
Christian Quapp Redakteur / Redaktion Bad Zwischenahn
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