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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kreis ebnet Weg für Infozentrum

11.10.2012

Landkreis Die Pläne für ein Infozentrum zur Urgeschichte in der Region können weiter gedeihen. Der Umweltausschuss des Landkreises empfahl einstimmig eine Teillöschung einer Fläche an der Pestruper Straße und am Lönsweg in Wildeshausen, die zum Landschaftsschutzgebiet „Pestruper Heide und Lehm­kuhle WE OL 29“ gehört.

Das rund 1,4 Hektar große Teilstück in der Nähe des Pestruper Gräberfeldes soll nach den Vorstellungen des Fördervereins Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (UZW) Standort für ein Museumsprojekt werden. Die ersten Entwürfe dafür stellte die Vereinsvorsitzende Svea Mahlstedt am Dienstag den Delegierten vor. Das Ingenieurbüro IfT Hauth + Jacobi hat zusammen mit dem Vereinsvorstand einen Neubau entworfen, der das typische Aussehen eines Großsteingrabes aufnimmt und modern interpretiert. Auf zwei Geschossen sollen Ausstellungsflächen und ein Café entstehen. Ein Teil des Daches überragt das Gebäude und stellt so den großen Deckstein einer urzeitlichen Grabanlage nach. Derzeit rechnet der Verein mit Kosten in Höhe von 3,1 Millionen Euro, von denen je eine Million als Förderung der N-Bank sowie als Kofinanzierung durch die Stadt Wildeshausen gedeckt werden sollen. Die restlichen Mittel muss der Verein aufbringen.

Derzeit sei die Finanzierung noch unklar. Zudem muss die Stadt die Bauleitplanung ändern, bevor die N-Bank eine Förderung gewähren kann. Um entsprechend flexibel reagieren zu können, brachte Landrat Frank Eger einen „juristischen Kunstgriff ins Gespräch“, der im Fachausschuss großen Anklang fand. Die Verordnung zur Teillöschung der Fläche aus dem Landschaftsschutzgebiet wird erst veröffentlicht und damit wirksam, wenn die Planungen abgeschlossen sind. Die endgültige Beschlussfassung würde damit auf die erste Sitzung des Jahres 2013 verschoben.

An anderer Stelle entsteht derweil wieder ein Schutzgebiet. Der Umweltausschuss empfahl ebenfalls einstimmig, die Wiedereinrichtung eines Landschaftsschutzgebietes „OL 65“ Welgenmarsch in Wildeshausen. Hier soll wieder eine großflächige und unverbaute Grünlandstruktur unter anderem mit extensiv genutztem Grünland und Feuchtgrünland entstehen.

Björn Buske Redakteur / Online-Redaktion
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