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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Künstler schöpft aus digitalem Zeitalter

25.06.2012

KIRCHKIMMEN Es ist Sonntag und es regnet. Dennoch ist der Parkplatz vor der „Galerie am Stall“ in Kirchkimmen voll besetzt. Besucher drängen in die scheinbar viel zu kleine Scheune, in der bereits erste Ausstellungsstücke zu sehen sind. Wenige Minuten später beginnt die Eröffnung der Ausstellung „Re:sort“ mit Arbeiten von Johann Büsen. Galerist Frank L. Giesen begrüßt die Gäste und stellt den Künstler sowie dessen Werke vor. „Ich finde seine Arbeiten faszinierend, sehr vielfältig und aufgrund der ungewöhnlichen Motive gleichzeitig befremdlich“, so der Galerist.

Anschließend setzt der Künstler und Kunstwissenschaftler Dieter Begemann mit der Einführung fort. „Büsens Bilder sind chaotisch und gewalttätig mit erotischen Anklängen“, sagt er. Das Thema des Künstlers sei der Raum und die Streetart. Die Farben seien schräg, aber schön. Johann Büsen entwickelt seine Motive am Computer als digitale Malerei – und genau das findet der Kunstwissenschaftler interessant. „Das ist eine Generationsfrage“, sagt er.

Interessant sind Begemann zufolge auch die verschiedenen Deutungsansätze, die die Werke hervorrufen: „Büsens Arbeiten haben keine Perspektive, keine Zeit, keine Logik und vor allem keine Hierarchie“. Dabei habe Büsens Kunst auch viel mit Pop Art zu tun, in der zynische und realistische Anklänge zum Tragen kommen.

Besonders erfreut zeigen sich der Kunstwissenschaftler und der Galerist über die rasante und interessante Entwicklung des 27-jährigen Künstlers. So seien die jüngeren Bilder sehr viel malerischer, mit mehr Perspektive und einer klareren Farbigkeit, so Giesen. Innerhalb der Kunstszene gelte Büsen längst als Ausnahmetalent, sagt der Galerist. Neben der Kunst spiegelt sich die Moderne auch im musikalischen Beitrag wider: Schlagzeuger Hannes Klaus stellt zwei aktuelle Stücke vor.

Nach der Eröffnung besuchen die Gäste die Ausstellung und diskutieren über die Werke. Andrea Röstel findet die älteren Arbeiten schöner. „Da sind nicht zu viele Kleinigkeiten eingearbeitet“, sagt sie. Die 15-jährige Jadzia Büngen hat ihr Lieblingsbild ebenfalls bereits gefunden: „Man kann sich in diesen Bildern wiederfinden“, sagt sie. Auch Petra Czerner gefällt die Ausstellung. Vor allem, dass so viele junge Besucher gekommen sind, freut die Huderin.

Die Ausstellung ist bis zum 22. Juli donnerstags und freitags von 15 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

Christine Henze
Volontärin
NWZ-Redaktion
Tel:
0441 9988 2003

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