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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kunstfund strahlt auf Ganderkesee aus

14.11.2013

Ganderkesee In die Recherchen um die Herkunft der milliardenschweren Kunstschätze des Cornelius Gurlitt (München) hat sich auch ein Ganderkeseer eingeschaltet. Gerd von Seggern, der sich seit Jahren mit Ahnenforschung befasst, sucht nach dem Verbleib von Kunstwerken aus der Sammlung seines Urgroßvaters, des jüdischen Industriellen Oscar Bondy. „Mein Ziel ist es, aufzuklären“, sagte der studierte Betriebswirt und praktizierende Heilerzieher aus Meierhafe.

Oscar Bondy sei am 19. Oktober 1870 in Wien geboren, so von Seggern. Er habe unter anderem Zuckerfabriken im heutigen Tschechien besessen – und eine Kunst- und Möbelsammlung unglaublichen Ausmaßes.

1938, nachdem die Nazis in Österreich einmarschierten, sei Bondy vor dem Terror geflohen und dem Holocaust entkommen. Einen Teil seiner Sammlung habe er mitnehmen können – „aber ein Großteil blieb hier“. Am 3. Dezember 1944 sei sein Urgroßvater in New York gestorben.

Oscar Bondy, so weiß es der Ganderkeseer aus seiner Ahnenforschung, habe ein uneheliches Kind gehabt – die Großmutter von Seggerns. Sie habe sehr darunter gelitten, „Halbjüdin“ genannt worden zu sein. 1962 sei sie verstorben.

Gerd von Seggern hat im Zuge seiner Recherchen an verschiedene Standesämter und auch Rechtsanwälte geschrieben. Jetzt will er sich auch an jüdische Einrichtungen wenden. Insgesamt geht er von einer „recht hohen Wahrscheinlichkeit“ aus, dass sich in der mysteriösen Sammlung auch Kunst aus der Sammlung Bondy befindet.

Allerdings: Er stehe mit seinen Recherchen noch ganz am Anfang, betonte Gerd von Seggern.

Karsten Kolloge
Harpstedt
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2706

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