• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kurzgeschichten bieten Blick hinter den Spiegel

05.09.2008

HUDE In der Huder Klosterremise wird es gemütlich eng, wenn mittwochabends Autoren ihre Werke vorstellen. Diesmal lauschten 15 Zuhörer den Kurzgeschichten und lyrischen Texten von Gesina Margarete Jaeckle, Stephan-Lutz Tobatzsch und Krimhild Stöver.

Die Kurzgeschichten, mit denen Gesina Margarete Jaeckle die Lesung eröffnete, sorgten bei den Zuhörern für Gesprächsstoff. Mal skurril, mal romantisch boten alle Geschichten einen Blick hinter den Spiegel und regten durch ihre offenen Enden zum Nachdenken an. „Das ist mein Markenzeichen“, sagte die Autorin. Jeder Mensch habe einen anderen Blick auf die Dinge, daher schreibe sie keine eindeutigen Geschichten, sondern lasse den Lesern Platz für eigene Interpretationen.

Stephan-Lutz Tobatzsch entführte seine Zuhörer mit der Kurzgeschichte „Fast eine Heimkehr“ nach Südfrankreich. „Eine sehr lebendige Schilderung“, lobte Horst Linnemann im anschließenden Gespräch mit den Autoren. Aber auch der Auszug aus der Erzählung „Wie gern hab ich geflirtet und geliebt“, in der eine alte lebenslustige Dame im Mittelpunkt steht, kam beim Publikum gut an und veranlasste die Zuhörer in der Klosterremise zu spontanem Applaus.

Beeindruckt zeigten sich die Zuhörer auch von den Literaturpreisen des Autors. „Wie kommt eine deutsche Kurzgeschichte nach Peking?“, hakte Moderatorin Inge Ried mit Bezug auf den internationalen Literaturpreis, den Stephan-Lutz Tobatzsch 1990 in Peking erhielt, nach. Er habe einmal eine chinesische Delegation in Deutschland betreut und sei danach gebeten worden, sich an dem Kurzgeschichtenwettbewerb zu beteiligen. Er sei sehr stolz auf den Preis, betonte Stephan-Lutz Tobatzsch, vor allem da die Kurzgeschichte in China mit einer Auflage von 15 Millionen Stück veröffentlicht worden sei.

Organisatorin Krimhild Stöver rundete die Lesung mit Geschichten aus ihrer Zeit als Lehrerin ab. Ein bisschen mulmig war es Moderatorin Inge Ried schon, als sie ihre Autorenkollegin ankündigte: „Ich hoffe, dass über mich nichts ausgeplaudert wird“, sagte sie schmunzelnd. An der Realschule in Hude war Krimhild Stöver eine Zeit lang auch ihre Klassenlehrerin gewesen.

In ihren Versen und Kurzgeschichten setzte sich Krimhild Stöver humorvoll und satirisch mit den Schülern von heute und den Problemen des Lehrerdaseins auseinander. Ihr Vortrag sorgte beim Publikum für Erheiterung.

Die nächste Autorenlesung in der Klosterremise findet am Mittwoch, 1. Oktober statt.

Weitere Nachrichten:

Realschule

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.