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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Lauter Missklang beim Spielmannszug

15.02.2016

Wildeshausen Mit einem Paukenschlag endete der Bericht des technischen Leiters und Tambourmajors Martin Posenauer während der Jahreshauptversammlung im Kayserhaus in Wildeshausen. „Ich trete mit sofortiger Wirkung von der Arbeit des technischen Leiters und Tambourmajor zurück“, rief Posenauer sichtlich verärgert in die Runde.

„Wie alle wissen, habe ich das Schafferamt und damit Verpflichtungen für ein Jahr übernommen“, erklärte Martin Posenauer und weiter: Das habe in den eigenen Reihen in bestimmten Kreisen zu Diskussionen und Anfeindungen geführt, die unter die Gürtellinien gingen.

„Das ist starker Tobak“, so der Erste Vorsitzende Jens Kuraschinski, der sich doch überrascht zeigte. Zwar lag ein Antrag von einem Spielmannszug-Mitglied vor, Posenauer von seinen Ämtern in diesem Jahr zu entheben, da er nicht Schaffer und technischer Leiter/Tambourmajor gleichzeitig sein könnte, aber die Abstimmung wäre auf der Tagesordnung erst nach der Entlastung des Vorstands erörtert worden. Dem kam Posenauer zuvor.

„Schade, dass es so gekommen ist. Ich bedauere das außerordentlich“, stellte Kuraschinski fest, der Posenauer fünf Jahre sehr gute Arbeit bescheinigte. Als Schaffer habe man natürlich viele Aufgaben und Termine in einem Jahr zu bewältigen. „Es hätte aber nicht zu diesen Querelen kommen müssen“, meinte der Vorsitzende weiter.

Gleichzeitig richtete Kuraschinski aber auch den Blick nach vorn. Schließlich erhielt Posenauers Stellvertreter Jens Hoffmann das Votum der Mitglieder für ein Jahr. Der Grund: Reguläre Vorstandswahlen sind erst wieder im kommenden Jahr angesagt. Bis dahin wird Hoffmann alle Aufgaben übernehmen und den Verein durch alle anstehenden Aufgaben, auch beim Gildefest, führen.

Franz Duin meinte dazu: „Jetzt sieht es so aus, dass die Unstimmigkeiten im Spielmannszug alles andere in den Hintergrund drängen. Eine Führung eines Vereins ist immer schwierig.“ Da sei es manchmal so, dass solche Prozesse entstehen. „Das Bild des Spielmannszuges sieht aber immer noch gut aus. Die Wildeshauser nehmen das in Empfang, was ihr draußen mit der Musik verkörpert.“

Zuvor hatte Posenauer im Jahresbericht die mangelnde Teilnahme einiger Musiker angeprangert. Hartmut Frerichs regte an, ein Strafgeld zu fordern, wenn jemand unentschuldigt fehlen würde.

Zuvor hatte Kuraschinski in seinem Jahresbericht das erfolgreiche Jahr 2015 Revue passieren lassen. Höhepunkt waren die Einsätze beim Fasching in Ganderkesee, Karneval Goldenstedt, Schützenfest in Rechterfeld, Himmelfahrt, Gildefest, Beckeln mit der Schützengilde, Friesoythe, Lutten und das Winterfest.

Insgesamt hat der Verein zum Jahresende 2015 248 Mitglieder. Elf mehr gegenüber dem Vorjahr (237). Davon sind 87 Aktive und 154 Passive sowie sieben Ehrenmitglieder.

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