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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Liebe zum Detail und zu fast vergessener Drucktechnik

10.09.2012

Wildeshausen Wie alte Drucktechnik von jungen Lithografen genutzt wird, das zeigt die neue Ausstellung „Lithografien vom Stein“, die am Freitagabend in der Galerie Wildeshausen eröffnet wurde. Druckkünstler ist Arsentij Pawlow. Er zeigt hier bis zum 19. Oktober seine Arbeiten.

Lithografien, gedruckt mit dem Stein, sind heute eher selten. Durchgesetzt hat sich seit 1950 der so genannte Offsetdruck. Der Steindruck, Ende des 18. Jahrhunderts von Alois Senefelder erstmals zum Drucken von Musiknoten verwendet, stellt daher heute eine besondere Druckkunst dar, der sich Arsentij Pawlow verschrieben hat.

Der 1983 in St. Petersburg geborene Pawlow lebt seit 14 Jahren in Osnabrück und studierte dort Deutsch und Kunst. Seine künstlerische Arbeit brachte ihm 2006 den „Piepenbrock Kunst Förderpreis“ für den Bereich Lithografie ein. 2008 kam der erste Preis der Kunst- und Kulturstiftung Georgsmarienhütte hinzu.

„Spannend ist, dass er seit zwei Jahren eine Lehrauftrag an der Universität Osnabrück im Fachbereich Lithografie hat“, ergänzte Galerist Hartmut Berlinicke in seinen einführenden Worten. Nur wenige Werke entstünden heute noch mit dem Steindruck. Das Verfahren sei aufwendig, denn gearbeitet werde direkt auf dem Stein. „Ist das Werk gedruckt, wird der Stein wieder abgeschliffen und kann für neue Arbeiten verwendet werden“, so Berlinicke. Maximal zehn Drucke, aber auch nur Einblattdrucke, würden auf diese Art und Weise hergestellt. „Dabei ist schon die Beschaffung des Papiers eine kostspielige Sache. Und der Markt gibt keine sehr große Nachfrage her.“ So sind die Arbeiten von Arsentij Pawlow zum Teil Einzeldrucke mit Seltenheitswert und faszinierender Detailfähigkeit.

Als „tollen Zeichner“ bezeichnete Berlinicke den Wahl-Osnabrücker. „Er liebt das große Format und druckt auch auf Leinwände.“ Aber auch lithografische Blätter in verschiedenen Serien werden in der Ausstellung gezeigt, darunter die Serie „Komödianten“, farbige Blätter aus „1001 und einer Nacht“ und eine Se- rie um Geschichten vom Land.

Die Ausstellung ist zu sehen zu den üblichen Öffnungszeiten. Zum Sonntagscafé inmitten der Bilder von Arsentij Pawlow ist die Galerie am 23. September von 11 bis 14 Uhr geöffnet.

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