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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Kultur: Kultur-Förderpreis für Anneke Kleimann aus Wardenburg

26.05.2021

Littel /Oldenburg Eine wahrhaft süße Ausstellung präsentierte Anneke Kleimann vor gut einem Jahr im Gasthof Dahms in Littel: Aus Schaumzucker schuf die 32-Jährige verführerische Skulpturen, die sie im zum Gasthof gehörenden Dorfladen ausstellte. Die Installation „Sculptor’s Delight“ war der Auftakt einer Reihe von Kunst-Interventionen, die Anneke Kleimanns Schwester Eefke gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Sören Jehlicka in dem kleinen Geschäft regelmäßig initiiert.

Jetzt ist Anneke Kleimann für ihr künstlerisches Schaffen mit dem Förderpreis der Kulturstiftung Öffentliche Oldenburg ausgezeichnet worden. Die Auszeichnung ist mit 8 000 Euro dotiert, damit verbunden ist eine Ausstellung im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg mit begleitender Publikation. Darüber freut sich Anneke Kleimann, die in Littel aufgewachsen ist und heute in Berlin lebt, besonders: „Eine Ausstellung in meiner Heimatstadt!“, strahlt sie.

Die Jury habe Anneke Kleimann aus einer Reihe von hochkarätigen Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt, heißt es vonseiten der Öffentlichen Versicherung. Ausgeschrieben war die Sparte „Skulptur und Installation“, für die zahlreiche junge Künstlerinnen und Künstler „vielfältige und qualitätvolle Bewerbungen einreichten“.

„Aus den eingereichten Portfolios stach Anneke Kleimann für die Jury aufgrund der Klarheit ihrer Formensprache sowie der technischen Perfektion ihrer Skulpturen hervor“, so die Begründung der Jury. „Absolut überzeugend ist auch die Umsetzung ihrer gedanklichen Auseinandersetzung mit Themen wie Zeit, Ton und Bewegung ins Skulpturale. Die Bandbreite der dabei entstehenden Arbeiten – von Multiversen aus Pappmaché bis zu überdimensionierten Marshmallows aus Zucker, Gelatine und Lebensmittelfarbe – beeindruckt und lässt immer wieder neue Aspekte im Werk der Künstlerin aufscheinen. Das Sichtbarmachen von Unsichtbarem und Vergänglichem ist das Hauptthema von Anneke Kleimanns klug durchdachten, technisch anspruchsvollen und zugleich sinnlichen Arbeiten.“

Anneke Kleimann und die Kulturstiftung

Anneke Kleimann hat an der École nationale supérieure des Beaux-Arts in Paris und an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg studiert, wo sie im Jahr 2015 ihren Master machte. Seitdem war sie mit ihren Arbeiten in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen und erhielt bereits mehrere Förderstipendien.

Die Künstlerin wurde 1988 in Oldenburg geboren, sie ist in Littel aufgewachsen und lebt heute in Berlin. Ihre Familie betreibt in Littel den „Gasthof Dahms“, eine bekannte Adresse für Kulturveranstaltungen.

Der Jury, gebildet aus einem jährlich wechselnden Kreis von Kunstexperten, gehörten in diesem Jahr an: Dr. Anna Heinze, stellv. Direktorin Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Merle Radtke, Leiterin Kunsthalle Münster, Monika Schnetkamp, Unternehmerin und Sammlerin, Michael Ramsauer, Künstler, Dr. Arie Hartog, Direktor Gerhard-Marcks-Haus Bremen sowie Jürgen Müllender, Vorstandsvorsitzender Öffentliche Oldenburg.

Die Kulturstiftung der Öffentlichen Versicherung hat den mit 8 000 Euro dotierten Preis vor 19 Jahren erstmals vergeben, um noch nicht arrivierte und abgesicherte junge Künstler ausfindig zu machen und junge künstlerische Positionen, die neues Terrain suchen, zu präsentieren. Der Preis soll junge Künstler der Region zu künstlerischer Innovation ermutigen. Er soll damit auch Werbung sein für die „Kunstregion Oldenburger Land“. Der Preis wird alternierend für die Sparten Malerei, Fotografie und Skulptur/Installation ausgeschrieben.

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