• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ruhestand: „Löwe“ lebt auch im Stüher Forst

15.12.2011

STüHE Wenn Johannes Steffens den Stüher Forst in einem Wort beschreiben soll, dann ist das „Vielfalt“. Seit 33 Jahren ist er Förster in dem 340 Hektar großen Forst – und kennt hier jeden Meter. „Hoffe ich zumindest“, scherzt er. Zum Jahresende geht der 63-Jährige nun in Rente.

1978 übernahm Steffens die Försterei. Eine der ersten Veränderungen, die er vornahm, war die Abholzung des Nadelwaldes auf dem Margarethenmoor. Denn die Nadelbäume entsprachen nicht der Ökologie des Moores. Er renaturierte die zwei Hektar große Fläche. Mit Erfolg, denn heute wachsen in seinem „kleinen Schweden“, wie er das Gebiet liebevoll nennt, wieder Torfmoose.

Seit 1991 richtete sich Steffens Arbeit nach dem „Löwe“-Programm. Es steht für „langfristige ökologische Waldentwicklung“. „Jede Maßnahme, die heute getroffen wird, schlägt erst in ein paar Jahren oder sogar Jahrzehnten an“, erklärt der Förster.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Die Vielfalt von der Steffens im Stühe schwärmt, bezieht sich auf die hohe Anzahl von Baumarten. Hauptsächlich findet man im Forst Buchen und Eichen, aber auch Eschen, Bergahorn, Ulmen und diverse Nadelhölzer. Auch die Mischung aus alten und jungen Bäumen spielt bei der Vielfalt eine Rolle. Aber nicht nur lebende Bäume gehören zur Waldökologie, der Totbestand ist ebenso wichtig. „In den toten Hölzern leben die meisten Insekten- und Pilzarten des Waldes“, sagt Steffens. Wenn ihn Besucher des Waldes ansprechen, wann denn der Wald von diesem Totholz entfernt wird, kann er nur schmunzeln. „Aufräumen ist eine menschliche Angewohnheit, das ist nichts für den Wald“, erläutert er.

Die Pflege und Bewirtschaftung des Waldes nimmt viel Raum in Johannes Steffens Arbeit ein. Wirtschaftlich steht der Stüher Forst gut da. „Wir haben hier eine sehr gute Bodenqualität, so dass die Bäume gut wachsen“, erläutert Steffens. Das Holz wird dann zu Möbelproduktion, Papierherstellung oder als Brennholz verkauft.

Die Stelle von Förster Steffens wird zukünftig nicht mehr besetzt, der Forst wird unter zwei Förstereien der Region aufgeteilt. Aus dem Forsthaus ist Steffens schon ausgezogen, allerdings ist er nicht weit gekommen. „Ich wohne jetzt ein Haus weiter“, verrät er. Den Wald will er jetzt ganz außerdienstlich, bei seinem Hobby, dem Fotografieren, genießen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.