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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Konzert: „Luther“ reißt die Zuhörer mit

13.06.2017

Harpstedt Mit tosendem Applaus dankten die Zuschauer am Sonntagabend für eine außergewöhnliche Darbietung in der Christuskirche. Der Jugendchor „Feelings“ und der Gospelchor, beide geleitet von Daniela Predescu, hatten dort das Pop-Oratorium „Luther“ von Michael Kunze und Dieter Falk aufgeführt – mitreißend, mit starken Stimmen, spannend.

„Im 500. Jahr nach der Reformation würde es Luther sicherlich zum Schmunzeln bringen, was es heute in Zeiten von Merchandising um dieses Jubiläum gibt“, sagte Pastor Timo Rucks in der Einleitung. Beispielhaft hielt er eine Playmobil-Figur, die Luther zeigt, in die Höhe. Wichtig sei es Luther gewesen, dass Worte und Musik im Einklang stehen. Er habe unzählige Liedertexte geschrieben, die sich teils auch heute in Gesangbüchern wiederfänden.

Das Pop-Oratorium ist ein Chorprojekt der Stiftung Creative Kirche in Zusammenarbeit mit der EKD und anderen Partnern. Zum ersten Mal war es am 31. Oktober 2015 in Dortmund zu hören. „Heute sehen und hören wir die revolutionäre Vorstellung des Pop-Oratoriums hier in der voll besetzten Harpstedter Kirche“, gab Rucks die Bühne frei.

Das Oratorium nimmt mit ins Worms des Jahres 1521. Ein Herold verkündet, dass sich der mit päpstlichem Bann belegte Martin Luther vor Kaiser Karl V. verantworten muss. In dem in 20. Kapitel eingeteilten Musical wird von hier aus Luthers Weg aufgezeigt: Da erzählt die Marketenderin Lara aus ihrer Kindheit mit Luther, da wartet der Reichstag in Worms auf das Verhör Luthers, da wird der Reformator als Volksheld empfangen, verwahrt sich aber gegen einen Kult um ihn, da ruft er die Menschen auf, sich selbst zu befreien durch die Wahrheit. Was will Luther eigentlich? Die Erfindung des Buchdrucks kommt wie gerufen und bringt seine Botschaft ins Land.

Während der Dominikanerpater Faber im Wormser Dom die strenge Bestrafung Luthers fordert, sucht der Reformator Kraft im Gebet. Verhör, Thesenanschlag, das Gefühl in „Gott eine feste Burg“ zu haben – das sind weitere Kapitel.

Die Aufführung lebte von den vielen Solisten. Luther wurde von Luis Villar Carbajo dargestellt, Lara von Frederike Windhusen, Faber und Bankier Fugger von Bjarne Kolb. Gleich in mehrere Rollen schlüpften auch Alina Kolweyh und Matti Ertel. Die Stimme von Luthers Vater kam von Holger Kleinert, die Rolle des Herolds besetzte Hans-Jürgen Greszik. Weitere Darsteller waren Mika Würfel, Alina Wenke, Ilka Sander, Jana Böschen, Neele Hellbusch, Isabell Krössing und Lara Haak.

Am 18. Juni, 18 Uhr, wird das Pop-Oratorium noch einmal in der St.-Nikolai-Kirche in Sulingen zu erleben sein.

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