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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Matinee für alle Sinne

06.08.2012

ELMELOH Es war ein Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus, was am Sonntagvormittag im weitläufigen Skulpturengarten der Elmeloher Bildhauerin Eva-Bettina Schnabel-Schütte geboten wurde. Die grüne Oase war zum zweiten Mal Schauplatz einer Matinee im Rahmen des Gartenkultur-Musikfestivals – dieses Mal jedoch, anders als im vorigen Jahr, der einzige. Nach der Schließung des Lutherstifts in Falkenburg ist der dortige Park in diesem Jahr nicht als Konzertort im Festival-Flyer zu finden.

Die Matinee in Elmeloh mag davon ein wenig profitiert haben: Gut 300 Gäste – und damit etwas mehr als im Vorjahr – hatten schon zu Beginn der Veranstaltung unter einem der Zeltdächer oder in einem lauschigen Eckchen des Gartens Platz genommen. Von dort aus folgten sie den Klängen des Berliner Trios „Les Seraphines“ mit Bettina Hartl (Bandoneon und Gesang), Romy Nagy (Cello und Gesang) und Dariusz Blaszkiewicz (Geige).

Die Musiker hatten sich ein anspruchsvolles Programm vorgenommen: Es überspannte einen Bogen vom Frühbarock zur französischen Musette, ging nahtlos über zu Tango nuevo und Tango argentino (viejo) und machte auch bei Filmmusik von Yann Tiersen nicht Halt.

Wahrlich ein musikalisches Wagnis, zumal selbst Monteverdi teilweise in persische Klänge umkomponiert wurde. Noch beeindruckender wurde eine Klangimprovisation auf dem Eigenbau eines obertonreichen Instrumentes von Romy Nagy empfunden, und die Komposition von Bettina Hartl mit einer Mischung aus Barock und keltischen Klängen verzauberte förmlich den lauen Sommertag.

Dazu trugen auch die angenehmen Singstimmen der beiden Musikerinnen bei. Bettina Hartl beherrscht nicht nur das Bandoneon meisterhaft in allen Nuancen – sie moderierte auch charmant und informativ und genoss offensichtlich die aparte Klangfarbe durch das Zusammenspiel mit Cello und Geige.

Langanhaltender Beifall und Bravorufe erforderten die Zugabe „Romanesca“ aus dem Frühbarock, wo die Cellistin ihr Ostinato noch einmal richtig ausleben konnte.

Für kulinarische Genüsse in den Konzertpausen hatte ein gutes Dutzend Mitglieder des Inner Wheel Clubs Wildeshausen gesorgt, Getränke servierte der Rotary-Club Delmenhorst-Geest. Der Erlös des Caterings kommt der Oldenburger Vertrauensstelle „Benjamin“ zugute. Die Institution kümmert sich um von Gewalt betroffene Kinder und Jugendliche.

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