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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Schützengilde: Meisterliches Jahr für sportlichen Schaffer

27.05.2010

WILDESHAUSEN Ein großer Mast mit Wildeshausen-Flagge vor dem Haus gilt unter den Bürgern der Kreisstadt gemeinhin als Hinweis darauf, dass hier der neue Schaffer sein Domizil haben könnte. Das Problem: Es gibt zum Gildefest viele Fahnen in Wildeshausen. Und für den neuen Schaffer Arne Tschöpe ist es seit Jahren üblich, die Fahne zu hissen. „Den Mast hat unser Vater bei der Auflösung eines Marktes bekomme“, erzählt Bruder Marco Tschöpe, Leutnant der Gilde. Doch spätestens als am späten Dienstagabend Trommelklänge auf der Doppheide erklangen, wusste die Nachbarschaft, dass hier ein besonderes Ereignis stattfindet.

Tambourkorps, Wachsoldaten, die Richter Otto Böttcher und Carsten Kloster, Chef des Protokolls Jens Kuraschinski, Vertreter des Offizierskorps und die Wahlmänner holten das Schafferpaar ab. Sichtlich gerührt traten Melanie und Arne Tschöpe vor die Tür. Und als Hauptmann Hermann Johannes sie fragte, ob sie die Wahl annehmen wollen, antwortete das Paar deutlich mit „Ja“.

„Fantastisch“, rief Tschöpe und bat die Gäste herein. Für den 1,98-Meter-Mann war es ein meisterliches Jahr. Der Basketballer des SC Wildeshausen ist mit seiner Mannschaft Meister geworden. „Nun habe ich mich aber erstmal abgemeldet.“ Übers ganze Gesicht strahlt auch Stefan („Malle“) Mahlstede. Als „suchender Fähnrich“ hatte er den Schaffer vor einigen Wochen gefragt. Beide kennen sich seit der E-Jugend. „Wir waren mit Hans-Hermann Ahlers auf der VfL-Kinderfreizeit“, sagte Mahlstede.

Stolz zeigte sich vor allem Vater Gerd Tschöpe, der mit Lebensgefährtin Doris Hauth etwas später zum Haus des Sohnes kam. Als Schützenbote hatte Tschöpe zuvor dem neuen König Lutz Ertelt die Königskette um den Hals gelegt und bei der Feier den Papagoy überreicht. „Ich komme als Vater hierher“, betonte er und ließ das neue Schafferpaar hochleben. Für ihn sei es ohnehin ein geschichtsträchtiger Tag: „Wir haben einen neuen Hauptmann der Wache, einen neuen Chef des Protokolls und nun ist mein Sohn Schaffer.“

Keine Frage, die Familie lebt die Gilde. So ist Heiner Ahlers, der Adjutant von Oberst Ernst Frost, der Patenonkel von Arne Tschöpe. „Ich darf zum dritten Mal einen Schaffer begleiten“, zeigte sich auch Marianne Gerdes, die in der Küche wartete, gerührt. 1975 wurde ihr Bruder Heiner gewählt, 2001 war Neffe Marco Schaffer und in diesem Jahr Neffe Arne. „Wir sind mit Herzblut dabei“, meinte Bruder Marco. „Ich kann mich noch erinnern, wie Papa mit eingegipsten Beinen am Ausmarsch teilgenommen hat.“

Auch Schafferin Melanie Tschöpe (35) kann – wie berichtet – auf eine lange Gilde-Tradition in der Familie zurückblicken. Mutter Ute Langhorst sagte, sie freue sich, das Paar unterstützen zu dürfen.

Marco Tschöpe war an der Schaffersuche gänzlich unbeteiligt, hat seinem Bruder aber zugeraten: „Es gibt nichts Schöneres für einen Wildeshauser, als ein offizielles Amt in der Gilde zu übernehmen.“ Dass dies einige Zeit in Anspruch nehmen wird, weiß auch Bruder Arne: „Ich werde erst Montag wieder in der Firma zurückerwartet“, lacht er im Blick auf die Ereignisse der nächsten Tage.

Stefan Idel Redakteur / Landespolitischer Korrespondent
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