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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Melodien tanzen umeinander wie Schmetterlinge

18.04.2017

Ganderkesee Die wohlbekannte Arp-Schnitger-Orgel der St. Cyprian- und Corneliuskirche lässt nicht nur das fachkundige Publikum von weither anreisen, sondern lockt auch hervorragende Musiker nach Ganderkesee. So schloss der Kreiskantor Thorsten Ahlrichs in Zusammenarbeit mit dem Verein Klassik-Freunde Oldenburg am Ostersonntag die Schnitger-Tage in einem würdigen Konzert ab.

Schon zu Beginn überzeugte Evgenia Wasilchuk, Sopran, durch seidenweichen, klaren und anmutigen Gesang. In gefühlvoller Begleitung der souveränen Pianistin Elena Nogaeva wurden zwei Werke von Giovanni Battista Pergolesi in inniger Schönheit vorgetragen. Im Wechsel zu den Solodarbietungen bewies Thorsten Ahlrichs an der Arp-Schnitger-Orgel, warum diese so einzigartig ist. In einem barocken Werk von Heinrich Scheidemann wurde das hohe Jubilieren im mehrstimmigen Choral mit einer schreitenden Basslinie unterstützt. Die Orgel in Ganderkesee bietet durch den Reichtum an Obertönen ein Klangspektrum, das selbst von musikalischen Laien sofort als hochwertig empfunden wird. Jeder einzelne Ton ist glasklar herauszuhören, unterstützt durch die räumlichen Bedingungen der Kirche.

In der Fantasie f-Moll für Violine von Georg Philipp Telemann spielte Prof. Tomasz Tomaszewski, Konzertmeister der Deutschen Oper Berlin, seine reiche Erfahrung aus. Kräftige Basslinien im Wechsel mit klangvollen Höhen, Harmonien durch Doppelgriffe im tragenden Klang des Kirchenraumes waren perfekt ausgearbeitet. Im „Concerto per la Chiesa“ von Johann Gottfried Walther beeindruckte Kreiskantor Thorsten Ahlrichs erneut mit filigranen Fugen und dem satten Klang mehrstimmiger Choräle an der Orgel. Bei der Sonate für Violine und Klavier A-Dur von Johann Sebastian Bach umtanzten sich die Melodien wie ein Schmetterlingspaar in der Luft, hervorragend interpretiert von Tomasz Tomaszewski an der Violine und Elena Nogaeva am Flügel, bevor Thorsten Ahlrichs im Praeludium von Vincent Lübeck noch einmal alle Register der Arp-Schnitger-Orgel zur Geltung kommen ließ.

Zum Schluss harmonierten die angereisten Solisten im Trio zu zwei Frühwerken von Johann Sebastian Bach, verliehen den Werken mit feinem Vibrato und starker Dynamik eine prägnante Authentizität. Dieser außergewöhnlich hochwertige Konzertabend wurde vom Publikum durch lang anhaltenden Applaus honoriert.

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