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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Mit Pilgerstab ins neunte Jahrhundert

25.07.2016

Wildeshausen „Gott zum Gruße werte Pilger auf dieser Zeitreise weit in die Vergangenheit.“ – So begrüßt Gästeführerin Petra Ostermeier die Gruppe auf dem Marktplatz Wildeshausen und führt als Altburga, die Gemahlin des Grafen Waltbert, zurück zu den Anfängen des Wallfahrtsortes „Wigaldinghus“ im neunten Jahrhundert.

Damals lebten noch die Sachsen in Stämmen in der Gegend, sagt Ostermeier. An der Huntefurt befand sich das Haus des Wigald. Es war die erste Besiedlung von Wildeshausen. Der Sachsenkönig Widukind hatte hier Ländereien und war der Großvater vom Grafen Waltbert. Letzterer wuchs in Aachen auf und wollte seine Stammesgenossen zum christlichen Glauben bringen.

850 trat er eine Pilgerreise nach Rom an, um Reliquien für Wildeshausen zu beschaffen. Bei der Überquerung der Alpen wäre er fast ums Leben gekommen. Mit Reliquien und dem Leichnam des Heiligen Alexander reiste er dann zurück. Auf dem Weg passierten allerlei Wunder.

Ostermeier berichtet als Gattin Altburga von der Ankunft der Pilger 851 vor der damaligen Holzkirche. „So wurde Wildeshausen zum Wallfahrtsort.“ Viele Reliquien kamen während des 30-jährigen Krieges abhanden, sagt Ostermeier. Die letzten gelangten nach Vechta.

Mit Pilgerstab und einer Wegzehrung dem Kletzenbrot, ein Früchtebrot, steigt die Gruppe mit Ostermeier hinauf zur Alexanderkirche. „Früher war das hier ein geschlossenes Geviert“, erklärt Ostermeier die Bauweise bei der Alexanderkirche und dem Remter. Mit Gesang wird ins Gotteshaus eingezogen.

„Das hat eine besondere Atmosphäre hier“, findet die 57-Jährige. Sie erläutert die Fresken und die Geschichte der Kirche und gibt Auskunft über Renovierungsarbeiten. Die Alexanderkirche sei ein Gesamtkunstwerk, sagt Ostermeier.

Seit sieben Jahren ist sie als Gästeführerin tätig. Die Rolle der Altburga übernimmt sie seit 2012. Angefangen hat es mit historischen Stadtführungen. So befasste sie sich unter anderem auch mit dem Pestruper Gräberfeld. Doch die alte Geschichte fehlte noch im Repertoire der Gästeführungen, fand sie. „Das neunte Jahrhundert ist eigentlich die Wiege von Wildeshausen“, sagt Ostermeier, die gebürtig aus Kiel stammt und 1998 nach Wildeshausen kam.

Etwa eine Stunde dauert der Rundgang mit Altburga. Infos zu den Gästeführungen gibt es beim Verkehrsverein Wildeshausen, Am Markt 1, unter Telefon 0 44 31/65 64.

Tanja Henschel Barßel / Redaktion Münsterland
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