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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Morgens um fünf in der Natur

16.05.2017

Dötlingen „Das Schönste an diesem Morgen war neben den vielen Vogelstimmen der Sonnenaufgang. Urplötzlich stieg der Nebel dicht auf. Ein Naturschauspiel, das ich genossen habe“, sagte Dieter Kammann nach der vogelkundlichen Frühwanderung des Bürger- und Heimatvereins Dötlingen am Sonntagmorgen vor dem Püttenhus.

Dort hatte Traute Kucera alles für ein stärkendes Frühstück aufgetischt. „30 Gedecke sind aufgedeckt. Ich hoffe, das reicht“, meinte sie und blickte durch das Fenster. Doch da war noch nichts von der Wandergruppe zu sehen. Um 7 Uhr sollte sie eintreffen. Es war schon weit nach der vollen Stunde.

Schließlich tauchte als erster Max Hunger (Sage-Haast) auf, der neben Kammann mit Torsten Iverssen (Wildeshausen) und Sven Wennekamp (Großenkneten) die Naturfreunde an diesem Morgen geführt hatte.

Immerhin hatten sich 32 Vogelliebhaber schon um 5 Uhr in der Früh am Püttenhus eingefunden. Eine Zahl, die Traute Kucera zum Handeln trieb. Schnell musste noch Platz geschaffen und zwei weitere Gedecke auf den Tisch gestellt werden.

Fünf Kilometer

In der Frühe begrüßte neben Kammann auch der Vorsitzende Eckehard Hautau die Wandergruppe.

Mit Kosmos-Vogelführer, Fernglas, Fotoapparat und Handy war man an dem Morgen richtig ausgestattet, um möglichst viel von Gesang, Vorkommen und Aussehen einzufangen. Über den neuen Friedhof und der Straße „Zur Loh“ ginge es in Richtung Huntepadd. Von dort führte der etwa fünf Kilometer lange Rundgang zurück zum Püttenhus.

Beim Frühstück verarbeiteten die Teilnehmer die vielen Eindrücke zur frühen Stunde. Das war auch die Zeit für Sven Wennekamp, der eine Liste mit den heimischen Vogelarten dabei hatte. Aus den Aufzeichnungen ergab sich Erstaunliches. 38 Vogelarten konnten gehört und gezählt werden. „Das ist schon recht ordentlich“, meinte Wennekamp. Auch Torsten Iverssen konnte das bestätigen. „Von dem in den Medien beschriebenen starken Rückgang vieler Vogelarten haben wir bislang nichts bemerken können.“ Manchmal müsse man aber auch wissen, wo die Vögel zu finden sind.

Auch für Max Hunger, der selber vogelkundliche Führungen in der Gemeinde Großenkneten veranstaltet, war das Vorkommen der Vogelarten „normal“ gut. „Wir konnten zum Beispiel Exemplare der vier Grasmückenarten hören“, bestätigte er. Auch der Waldlaubsänger, der durch seinen Gesang als „Geldzähler“ betitelt wird, kam den Exkursionsteilnehmern zu Gehör. Darauf wies Kammann hin.

Freilich muss das Ohr schon ein bisschen geschult sein. „Am besten lernt man die Vogelstimmen zu unterscheiden, wenn man an solchen Wanderungen teilnimmt“, waren sich die Vogelkenner einig.

Gesang aufgezeichnet

Natürlich fehlten auch nicht die Nachtigall mit ihrem Gesang, der 260 Strophen umfasst, und auch nicht das Sommergoldhähnchen, der Zilpzalp oder auch Weidenlaubsänger genannt, Zaunkönig, Kleiber, Drosselarten, Schwalben und andere – eine Liste, die noch lang ist.

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