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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Ganderkeseer über Sein Erstes Auto: Nach der Party wird der Simca zum Bett

09.03.2015

Ganderkesee Die ersten Worte seines Fahrlehrers Neumann hat Klaus Meyer noch heute im Ohr. „Wie oft bist Du denn schon gefahren? Gar nicht? Erzähl’ nicht.“ Schließlich wusste Neumann, was sich in den 1970er Jahren zum Beispiel auf der Großen Höhe abspielte: Künftige Fahranfänger nahmen dort mit Freunden „Probestunden“. Dadurch, so erinnert sich Klaus Meyer schmunzelnd, „ging das mit dem Führerschein ziemlich schnell und preisgünstig vonstatten“.

Noch bevor er am 6. Juli 1973 seinen „Lappen“ in Händen hielt, hatte der Ganderkeseer einen ersten Blechschaden fabriziert. Der Versuch, den Ford seines Bruders Uwe aus der Garage zu bugsieren, kostete den Kotflügel.

Nach dem Erwerb des Führerscheins hatte Meyer zunächst keinen eigenen Wagen, das lag damals für den Radio- und Fernsehtechniker-Lehrling noch nicht drin. Erst einmal durfte er den Simca 1100 vom Vater mit nutzen.

Das änderte sich Anfang 1974. Meyer, Jahrgang 1954, kaufte jetzt auch einen 1100er Simca – in Rot. „Eigentlich wollte ich gar kein Feuerwehrauto, aber der war der günstigste.“ Und er hatte weitere Vorteile, wie etwa umklappbare Sitze. „Da konnten wir nach Partys Schlafsäcke ausbreiten und im Auto schlafen.“ Auch war der rote Flitzer mit fünfeinhalb Litern je 100 Kilometer sehr sparsam.

Da nahm es Meyer in Kauf, wenn auf der Fahrt zur Bundeswehr-Grundausbildung in Holland alle 50 Kilometer Hydraulikflüssigkeit für die Kupplungsanlage nachgekippt werden musste. Oder wenn der Simca durch Risse in der Verteilerkappe ins Stottern geriet und Kontaktspray her musste. Schließlich konnte er am Wochenende in der Kfz-Werkstatt von Horst Skiera auf Fehlersuche gehen und reparieren. Skiera kontrollierte das Ergebnis. „Das war ein sehr guter Service.“

Im Dezember 1975 kam alles anders: Meyer, jetzt in Kaufbeuren stationiert, war ein neuer Opel Rekord ins Auge gefallen, in Signal-Ocker. „Den kauf ich“, sagte er sich, blätterte 12 000 D-Mark hin. Das neue Gefährt verfügte über einen großen 75-Liter-Tank – was praktisch war angesichts des großen Verbrauchs von 14 bis 18 Litern.

Fünf Jahre später kehrte Meyer zu Simca zurück. Jetzt rollte ein „Horizon“ auf den Hof, ein Sechs-Liter-Auto. „Da habe ich beim Verbrauch so viel gespart, dass ich davon die Rate fürs Auto bezahlen konnte.“

Heute fährt Klaus Meyer – nach einem Intermezzo mit drei Mitsubishis – einen Opel Zafira. Ob er noch an den ersten Simca denkt? „Dem hab’ ich damals viel zugemutet“, erinnert sich der 61-Jährige an seine „etwas wildere“ Fahrweise. Oft sei er mit anderen im Gelände unterwegs gewesen, „so etwas gibt es heute nicht mehr“. Und schnell sei der Simca auch gewesen, jedenfalls manchmal: „Es hat mich immer gefreut, wenn die Tachonadel über 150 ging, bei den Kasseler Bergen, beim Bergabfahren.“

Karsten Kolloge Harpstedt / Redaktion Wildeshausen
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