• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • FuPa
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Neue Männer auf Gildefest

15.06.2011

Sie nennen sich „Die An-Schaffer“. Hinter dieser witzig-originellen Bezeichnung stecken elf Gildemitglieder, die ihren Pfingstclub erst vor einem Jahr aus der Taufe gehoben haben – und damit zu den neuen Gesichtern auf dem Fest gehören. „Uns verbindet der Spaß am Feiern“, erklärt Patric Ecke das Motto der lustigen Gruppe. Aus Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Delmenhorst und Sage sind sie am Dienstag zum Gildefest angereist. „Doch im Grunde unseres Herzens sind wir alle Wildeshauser.“

Jetzt hat er seine beiden Söhne in Grün: Schützenbote Gerd Tschöpe stellte sich am Dienstagmittag freudestrahlend vorm Rathaus zwischen Arne und Marco Tschöpe. Marco ist Leutnant der Gilde. Arne konnte im Rathaus seinen grünen Rock anziehen und tritt nun die Fähnrichszeit an. Das Pfingstbaumkommando der Wachkompanie hatte dem gewählten Schaffer von 2010 übrigens noch einen Streich gespielt. Mit Kabelbindern wurde Eichenlaub am Türgriff der Privatwohnung angebunden. Schützenbote Tschöpe ist übrigens für das Eichenlaub der Offiziere zuständig.

Als neuer Hauptmann erhielt Manfred Heinrichs nun drei „Pickel“ auf die Schultern. „Bekomme ich jetzt auch ein höheres Gehalt“, fragte er prompt den General auf der Herrlichkeit, was Bürgermeister Dr. Kian Shahidi natürlich verneinte. Heinrichs hatte in der Früh noch das Pfingstbaumkommando der Wache begleitet und mitgeholfen, rund 160 Birken zu verteilen.

 Seit 25 Jahren gehören Ewald Bunjes, Harald Zierock und Heiner Beckmann der Wachkompanie an. Offiziell geehrt werden sie beim Rockappell im Herbst. „Ich hatte keine Lust mehr in Schwarz auszumarschieren“, erzählte Bunjes beim Exerzieren der Wachkompanie zu Pfingsten. Der 59-jährige Sergeant ist über Dieter Lübber, der leider schon verstorben ist, zur Wache gekommen. 1991 wurde Bunjes König der Gilde. „Ich war der letzte König, der wieder in die Wachkompanie zurück konnte“, erzählte er. Heute sei das nicht mehr möglich. Harald Zierock (64) ist seit 35 Jahren in der Gilde. „Wenn schon Pfingsten, dann richtig und in Grün“, nannte der Unteroffizier als Grund für den Eintritt in die Wachkompanie. Schwarzrock war Heiner Beckmann, der beim Eintritt in die Gilde noch in Colnrade lebte, nie. „Ich bin 1986 erstmals als Mitglied der Wache ausmarschiert.“ Damals kannte er die Gilde kaum. Heute ist Beckmann unter anderem als Schriftführer für die Wache im Einsatz.

Ohne ihn wäre das Gildefest unvorstellbar: Bernhard Kolhoff (ovales Bild) ist mit seinen 99 Jahren das älteste Wildeshauser Gildemitglied. 1966 trat er in die Gilde ein und trägt seitdem die Mitglieds-Nummer 1395. Für soviel Beständigkeit wurde er am Dienstag auf dem Krandel von Oberstleutnant Heiner Ahlers mit einem Ehrenpreis gewürdigt. „Es ist immer wieder schön zu sehen, dass sich unsere Mitglieder durch eine tiefe Verbundenheit und Zugehörigkeit auszeichnen“, freute sich Ahlers.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.