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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Neue Töne für tief verwurzelte Tradition

08.05.2013
Frage: 150 Jahre Singen im Hasbruch – was erwartet die Gäste zu diesem besonderen Jubiläumskonzert?
Tielking: Insgesamt werden neun Musikgruppen auftreten. Dazu gehören auch die beiden Nachfolgechöre aus Oldenburg und Bremen, mit deren alter Formation die Geschichte des Liedertafelsingens 1863 begonnen hat – eine Premiere, auf die wir sehr stolz sind. Außerdem wird Henning Scherf als Präsident des Deutschen Chorverbandes eine kleine Ansprache halten. Und neben Sängern gibt es auch eine Jagdhornbläsergruppe zu hören. Ein buntes Programm also.
Frage: Haben Sie das alles organisiert?
Tielking: Nein. Ich habe das Hasbruch-Singen damals 1980 mit Hiltrud Schauer wiederbelebt und 25 Jahre lang begleitet. Sie war für den musikalischen Teil zuständig. Aber nachdem ich im Ruhestand bin, übernehmen meine Nachfolger vom Vorbereitungskreis die Organisation der Veranstaltung.
Frage: Wie sind Sie zu dieser Wiederbelebung gekommen?

Konzertprogramm

Zum Jubiläum am Sonntag, 26. Mai, um 15 Uhr werden die Jagdhornbläser Ganderkesee-Hude, der Gemischte Chor Falkenburg, der MGV „Liedertafel“ Berne, der Ev. Kinder- u. Jugendchor Hude, der Männerchor Osternburg-Drielake, der Landfrauenchor Ganderkesee, der MGV Hude, die Parforcegruppe Delmenhorst, die Bremische Männerchorgemeinschaft, die Singgemeinschaft Immer und der MGV Singkreis Langenberg zu Gast sein.

Grußworte sprechen Henning Scherf sowie die Bürgermeister Alice Gerken-Klaas (Ganderkesee) und Axel Jahnz (Hude).

Für Essen und Trinken sorgt die Jugendfeuerwehr Falkenburg.

Das komplette Programm gibt es auch unter

    www.hasbruch.de

tielking: Als ich 1975 als Förster im Hasbruch angefangen habe, bin ich auf alte Unterlagen über das damalige Liedertafelsingen gestoßen und mein Interesse war geweckt. Eigentlich wollte ich das Ganze in ähnlicher Form wiederholen. Nachdem die Liedertafeleiche, wo das Singen 1963 stattfand, in den 20er Jahren umgefallen war, wurde ein neuer Baum gepflanzt. Die 1200-jährige Eiche war früher umringt von Fichten – ein richtiger „Dom“, der den Chorklang zu etwas Besonderem machte. Ich habe auch neue Fichten gepflanzt. Mittendrin liegt der Stamm des alten Ursprungsbaumes. Wie ein Boot. Leider gehört dieses Gebiet aber zum Naturwald und ist Besuchern nicht zugänglich. Also haben wir uns 1980 entschieden, das Singen an der Jagdhütte zu veranstalten. Mittlerweile steht hier eine „Chor-Linde“.
Frage: Wo haben Sie so viel über die Geschichte des Hasbruch-Singens gefunden?
Tielking: Ich habe viel in Zeitungsarchiven nachgeforscht, in der Landesbibliothek und in den Chroniken der Liedertafeln.
Frage: Es klingt, als wäre dieses Projekt eine Lebensaufgabe. Ist es Ihre Herzensangelegenheit?
Tielking: Ich habe einige Herzensangelegenheiten. Das Hasbruch-Singen gehört dazu. Dabei bin ich kein Sänger. Mein Aufgabengebiet war und ist immer der Wald. Aber ich liebe die Musik.
Frage: Heißt das, Sie singen nie? Auch nicht allein im Wald?
Tielking: Nein. Ich habe dafür etwas Bleibendes geschaffen. Angefangen haben wir mit drei Chören. Beim zweiten Mal waren es schon doppelt so viele und es sind immer mehr geworden. Nun feiern wir das 150. Jubiläum – das macht mich schon stolz.
Lea Bernsmann Redakteurin / Redaktion Oldenburg
Rufen Sie mich an:
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