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Deutsche Bahn stellt bundesweit Fernverkehr  ein
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Aktualisiert vor 12 Minuten.

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Deutsche Bahn stellt bundesweit Fernverkehr ein

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Neerstedter nimmt Obamas Maschine in den Fokus

23.04.2016

Neerstedt Amerika schlägt die Ukraine: Bislang war ein Foto der Antonow An-225, dem größten Flugzeug der Welt, Jan Trautmanns größter Schatz. Doch eine Fahrt nach Hannover am Sonntag soll das ändern. Dann schwebt die Präsidentenmaschine von Barack Obama in der Landeshauptstadt ein. Die sogenannte Air Force One ist so etwas wie der Heilige Gral unter „Planespottern“.

Mit diesem Begriff bezeichnet man Hobbyfotografen wie Trautmann, die sich auf das Ablichten von Flugzeugen spezialisiert haben. Der 39-Jährige aus Neerstedt geht seit zehn Jahren dieser Leidenschaft nach. „Damals hat AMS in Ahlhorn noch Flieger von Airbus repariert“, erinnert er sich. Mit ein paar Bildern von diesen Maschinen fing alles an. Später fuhr er auch mal zu den Flughäfen in Hamburg und Bremen. Aus Ausflügen wurde richtige Reisen, zum Beispiel nach Düsseldorf, Zürich oder London.

Über die Zeit ist seine Sammlung auf rund 3500 Stück angewachsen. Alle Fotos hat Trautmann digital archiviert und mit Typennummern sowie Aufnahmeorten versehen. Die Bilder der besonderen Flugzeuge hat er groß ausgedruckt und in Ordnern abgeheftet. „Als Schlosser fasziniert mich die Technik und die Kraft dieser Maschinen“, beschreibt Trautmann den Reiz an seinem Hobby. Selbst sein Wunsch-Reiseziel hat damit zu tun. „Der Spotter-Traum schlechthin ist St. Martin.“ Auf der Karibikinsel beginnt die Landebahn direkt hinter dem Strand. Man meint, von dort aus die Flieger fast berühren zu können.

Als nun der Besuch des US-Präsidenten bekannt wurde, war für Trautmann sofort klar, dass er nach Hannover fahren muss. Denn die Gelegenheit für ein Foto von der Air Force One, dem wohl berühmtesten Flugzeug der Welt, bekommt man hierzulande nur äußerst selten. Am Sonntag wird sich der Neerstedter gemeinsam mit 17 Gleichgesinnten aus dem Nordwesten auf den Weg machen. Er rechnet mit einem großen Andrang von Hobbyfotografen. „Halb Europa wird dort sein.“

Dass Trautmann vor Ort mit vielen Widrigkeiten aufgrund der Sicherheitsbestimmungen rechnen muss, ist ihm klar. Der übliche Platz der örtlichen Flugzeugfotografen zum Beispiel ist während des Obama-Besuches nicht zugänglich. Doch die Planespotter-Gemeinde ist gut vorbereitet. Im Netz kursieren bereits Umgebungspläne, in denen die besten Alternativen mit Sicht auf die Einflugschneise eingezeichnet sind.

Jetzt muss nur noch das Wetter mitspielen. Zwar liefern auch Landungen bei Regen tolle Bilder mit aufspritzendem Wasser. Doch am liebsten sind Trautmann Aufnahmen mit blauem Himmel und einigen schönen Quellwolken im Hintergrund. Am wichtigsten ist allerdings, dass das Foto von der Air Force One überhaupt zustande kommt. Doch Trautmann ist sich sicher: „Die krieg’ ich.“

Patrick Buck
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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