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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Mystik und Meditation lockt sogar Familie aus Thüringen nach Oberlethe

02.08.2019

Oberlethe Ruhe, Idylle und eine friedvolle Atmosphäre herrschen dieser Tage im beschaulichen Örtchen Oberlethe vor den Toren Wardenburgs – eigentlich wie immer. Kaum zu glauben, dass derzeit hier 800 Besucher leben und „arbeiten“. Vielleicht liegt es daran, dass die Gäste auf dem Seminarhof die Stille und innere Einkehr lieben und dazu noch Alkohol und Drogen strikt verboten sind. Fest steht, dass das jährlich stattfindende Celebrate Life Festival für zehn Tage ein magischer Anziehungspunkt ist für Menschen aus aller Welt, die Spiritualität und ein harmonisches Miteinander suchen. In diesem Jahr sind unter anderem Teilnehmer aus China, den USA, Argentinien, Mexiko und Australien angereist.

Zum achten Mal dabei

Auch eine junge Familie aus Thüringen fühlt sich immer wieder zu diesem „größten Event für Bewusstseinsentwicklung in Europa“, wie es die Organisatoren nennen, hingezogen. „Wir sind zum achten Mal hier“, haben Daniel Brinitzer und Susanne Willkommen kurz nachgerechnet.

2020 in den USA

Zum 16. Mal findet in diesem Jahr das Celebrate Life Festival statt – im vergangenen Jahr erstmals in den USA. Dort soll es nun im jährlichen Wechsel mit Deutschland organisiert werden. Die Organisatoren betonen, dass die Veranstaltung nicht auf Profit ausgelegt sei.

Referenten und Künstler bekommen keine Gage, jedoch Kost und Logis bezahlt. Auch das Organisationsteam und die rund 100 Helfer während des Festivals arbeiten ehrenamtlich. Kinder nehmen – bis auf die Verpflegung – kostenfrei teil.

    https://celebrate-life.info

Das Paar hat seine Kinder Jaromir (10) und Mirabel (7) mitgebracht. Und die langweilen sich so gar nicht, während Mama und Papa noch bis Sonntag meditieren oder sich mit dem diesjährigen Schwerpunktthema „Heimat“ auseinandersetzen, zu dem Festival-Gründer Thomas Hübl und andere Referenten vor Ort oder per Live-Stream Vorträge oder Workshops anbieten. Denn für Kinder und junge Erwachsene von drei bis 30 Jahren gibt es, unterteilt in vier Altersgruppen, ein eigenes Programm. „Ich mag am liebsten das Baden hier im See“, verrät Jaromir, der mit Eltern und Schwester am hofeigenen See zeltet. Mirabel verbringt gerne Zeit im „Juki“-(Junge Kinder-)Zelt mit Spielen, Basteln, Malen.

Allerdings ist in diesem Jahr für die Familie etwas anders, denn die Eltern sind aktiv mit ins Programm eingebunden. „Daniel gibt Yoga-Kurse und Susanne hilft mit im Kinderzelt“, erklärt Ute Kostanjevec, die zum sechsköpfigen Organisationsteam gehört. Das Paar lebt in Beichlingen und arbeitet hauptberuflich in einer Integralen Praxis für Körper- und Selbstbewusstsein in Dresden unter anderem als Yoga-Lehrer. Als Elterntrainerin ist vor allem Susanne Willkommen interessiert an den „TransParents“, einer Plattform für „bewusste Elternschaft“.

Lebendige Gemeinschaft

Der Österreicher Hübl und seine Arbeit als moderner Mystiker und spiritueller Lehrer begeistern Daniel Brinitzer immer wieder aufs Neue. In Oberlethe schätzt er zudem die Gemeinschaft: „Sie ist lebendig und klar“, sagt der 38-Jährige. Seine Frau beschreibt diese als „das wacheste Feld von Menschen, die zusammenkommen“. Das Festival sei sehr inspirierend auf dem Weg des Einzelnen, sich weiterzuentwickeln. Von Mal zu Mal werde der Übergang zwischen der eigenen spirituellen Praxis und dem Alltag mit den Kindern fließender.

Im nächsten Jahr wird die Familie eine Festivalpause einlegen, denn 2020 findet es in den USA statt. „Thomas Hübl hat Anhänger überall auf der Welt, viele auch in den USA“, erklärt Ute Konstanjevec. Deshalb habe man 2018 das Festival erstmals in der Nähe von New York auf die Beine gestellt, allerdings nur über viereinhalb Tage. 300 Teilnehmer seien jeweils vor Ort und per Live-Stream dabei gewesen. In Oberlethe sind es über die zehn Tage verteilt meistens über 1000.

„Für uns ist die Reise in die USA zu teuer“, bedauert Yoga-Lehrer Brinitzer. Aber für 2021 sei Oberlethe schon fest im Familienkalender eingeplant.

Marén Bettmann Wardenburg / Redaktion Wardenburg
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