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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Horizont erweitern über Grenzen

05.03.2019

Oldenburg So etwas hätte Marie Bödecker (14) aus Kirchhatten wirklich nicht in der Ukraine erwartet, verrät sie im Gespräch: Rossmann-Läden mit Waren in deutscher Beschriftung – weil deutsche Produkte und solche aus der ganzen EU als qualitativ besonders hochwertig gelten, wie sie von ihren Gastgebern erfuhr. Dass es so etwas gibt, gehört zu den verblüffenden Erkenntnissen die Schüler der Graf-Anton-Günther-Schule zu Beginn dieses Jahres in der Stadt Lwiw (Ukraine) gemacht haben.

Europaschule – diesen Status besitzt die Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) seit 2012. Auf der Homepage wird auf etliche Partnerschaften verwiesen: die Valley Park School und Invicta Grammar School in Großbritannien sowie English School in Helsinki (beide 2011) waren die ersten. Später sind Schulen aus Italien (2013), Polen (2013) und den Niederlanden (2014) als Partner hinzugekommen.

Zurzeit knüpft das Landkreisgymnasium gemeinsam mit den polnischen Partnern vom „Prywatne Gimnazjum und Liceum im. Ignacego Jana Paderewskiego“ allerdings neue Verbindungen zum Akademischen Gymnasium Lwiw in der Ukraine, rund 70 km von der polnischen Grenze entfernt.

Zweites Treffen in Lwiw

Nach einem ersten Treffen aller drei Schulen im vorigen Oktober in Deutschland fand kürzlich eine zweite Begegnung in Lwiw statt. Neben den Eindrücken aus der 721 000-Einwohner-Stadt – auffällig viele Kirchen, beengte Wohnverhältnisse, eine Schule in älteren Räumen, aber mit gut ausgestatteten Fachräumen, Schulradio und Jugendparlament – nahmen die Schüler des Landkreisgymnasiums die Erkenntnis mit, trotz kultureller Unterschiede auf Menschen getroffen zu sein, die durchaus ähnliche Wünsche, Träume und Ziele im Leben haben. Gerade unter Gleichaltrigen klappt die Kommunikation auf Englisch sehr gut.

Von deutscher Seite aus leistet Niels-Christian Heins, Koordinator des Austauschprogramms an der GAG, die organisatorische Vorarbeit. Zu den wichtigen Erkenntnissen gehört aus seiner Sicht die, dass „es Verlust von Heimat auch in Polen und der Ukraine gegeben hat.“ Auch unter diesem Gesichtspunkt sind die gemeinsamen Treffen der Schulen aller drei Länder eine Bereicherung für das europäische Verhältnis – über alle bestehenden Grenzen hinweg. Von deutscher Seite aus werden bislang die Zeugnis- und Pfingstferien für die Intensivierung der Kontakte gen Osten genutzt.

Das polnische Privatgymnasium ist dabei ein wichtiger Partner. Nicht nur wegen der Fördermöglichkeiten, die es auf europäischer Ebene für trinationale Projekte gibt, sondern der gemeinsamen Geschichte.

Ein Schuljahr in Polen

Mit Agata Oskroba (16) lernt seit August 2018 die erste polnische Schülerin für ein ganzes Schuljahr am Landkreisgymnasium. Umgekehrt wird aller Voraussicht nach Felecia Blum (14, Wardenburg) die erste GAG-Schülerin sein, die im Sommer für ein Jahr ans polnische Liceum wechselt. „Mit meiner polnischen Austauschschülerin Gabriela Krochmalska habe ich mich immer sehr gut verstanden“, sagt sie. Deshalb wolle sie das Angebot, für ein Jahr zu bleiben, gerne annehmen. Auch wenn der Unterricht am Gymnasium in kleinen Lerngruppen und auf Englisch stattfindet, ist Felecia schon fleißig dabei, an der VHS die polnische Sprache zu lernen.

Werner Fademrecht Hatten / Redaktion Wardenburg
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