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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Pfarrer mit dem Start zufrieden

06.08.2015

Wildeshausen Geranien auf dem Balkon, Rosen im Vorgarten. „Es ist schon einigen Leuten aufgefallen, dass es jetzt bunter zugeht hier vor dem Pfarrhaus“, erzählt Ludger Brock (55), seit 100 Tagen Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Sankt Peter Wildeshausen/Ahlhorn. Für die Blumen zeichnet seine Haushälterin Annegret Norrenbrock verantwortlich, die mit Brock nach 14 Jahren in Cappeln nach Wildeshausen gewechselt ist. „Ihre Rosen wollte sie unbedingt aus Cappeln mitnehmen, weil sie so schön duften“, sagt Brock.

Schönes Pfarrhaus

Dem Pfarrer gefällt sein neues Zuhause. „Es ist ein schönes Pfarrhaus.“ Von der Burgstraße aus organisiert und managt er das Gemeindeleben mit 7500 Katholiken. Dieser Part habe im Zuge der Gemeindefusionen zugenommen. „Das geht natürlich nur mit einem guten Team. Und das habe ich sowohl in Wildeshausen als auch in Ahlhorn vorgefunden. Es ist ein gutes Miteinander“, ist Brock froh.

Mit dem Start in seiner neuen Gemeinde ist er zufrieden. „Das Gildefest war ein guter Auftakt in Wildeshausen.“ Da habe er nicht nur viele Leute kennengelernt, sondern auch gemerkt, dass die Ökumene hier funktioniere. „Ich bin herzlich aufgenommen worden“, sagt Brock. Bei vielen Einrichtungen habe er sich inzwischen vorgestellt, einigen fehlten noch. Sein jüngstes Gespräch führte er mit Frauen der Initiative „Willkommen in Wildeshausen“. „Vielleicht können wir über die Ökumene die vielen Flüchtlinge unterstützen“, schaut Brock nach vorne.

In seiner Gemeinde denkt er darüber nach, etwas für junge Familien zu tun. „Vielleicht können wir Familienkreise gründen.“

Neuland ist der Posten im Kuratorium des katholischen Krankenhauses. „Die Krankenhaus-Seelsorge ist auch ein neues Aufgabenfeld, auch wenn ich in Cappeln schon immer kranke Gemeindemitglieder besucht habe.“

Unterschiede zu Cappeln, einer katholischen Hochburg, hat Ludger Brock bereits festgestellt. Gottesdienste werden hier in der Diaspora oft anders gestaltet. Beispiel: Beerdigungen. In Cappeln würden sich die Leute nie nur mit einer Andacht in der Friedhofskapelle begnügen. Eine Heilige Messe sei dort nach der Beisetzung selbstverständlich. „Hier in Wildeshausen gibt es deutlich mehr Urnenbeisetzungen als in Cappeln“, vergleicht Brock.

Den Glauben bezeugen

Das Wochenende, das für die meisten Menschen Freizeit bedeutet, heißt für den Pfarrer Arbeit. „Meine eigentliche Aufgabe als Priester ist es, Gottes Botschaft zu vermitteln – den Glauben zu bezeugen, leben und feiern.“ Kinder, Jugendliche und junge Familien vermisst er in den Gottesdiensten. „Das ist in Cappeln nicht anders.“ Gleichwohl sei die Ferienfreizeit stets gut ausgebucht.

Freizeit will sich Pfarrer Brock auch erarbeiten. „Ich würde gerne den Dienstag für mich nutzen.“ So nimmt er gerne sein E-Bike und fährt an der Hunte entlang. „Wildeshausen ist eine schöne Stadt, ebenso das Umland. Ich fühle mich hier wohl.“ Wie groß seine Gemeinde wirklich ist, hat er inzwischen schon erfahren müssen. „Ich hatte einen Termin in Hengstlage. Das ist doch schon ziemlich weit – auch mit dem Auto.“

Christoph Koopmeiners
Wildeshausen/Dötlingen
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2705

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