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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Pflegebereich bewahrt ein Stück Heimat

12.12.2013

Sannum /Huntlosen Hans-Werner Kuhlmann erinnerte sich am Mittwochmorgen ganz genau an seine Anfänge. „Viele haben gesagt, hier kann man doch keinen Blumentopf gewinnen“, erzählte der Einrichtungsleiter vom Gut Sannum der Stiftung Gertrudenheim den rund 100 Gästen, die zu der Einweihung des neues Pflegebereichs auf dem Areal an der Sannumer Straße bei Huntlosen gekommen waren. „Wir haben das Gegenteil bewiesen“, sagte er stolz.

16 Monate Bauzeit

Nach 16 Monaten Bauzeit hat das Wohnheim für Menschen mit einer seelischen und/oder einer mehrfachen Behinderung seinen neuen Pflegebereich offiziell eröffnet. Die barrierefreie Einrichtung umfasst nun drei Wohnflügel mit insgesamt 42 Plätzen sowie ein großes Foyer. In Anlehnung an eine Wohngemeinschaft gruppieren sich je zehn Einzel- und zwei Doppelzimmer in den Wohnbereichen um einen offen gestalteten Wohnraum mit integrierter Küche. Die Räume sind komplett ausgestattet, können aber auch je nach Wunsch individuell gestaltet werden. Jedes Zimmer besitzt eine eigene Terrasse. Kosten: insgesamt 3,7 Millionen Euro.

Nach dem Motto „Freiraum für Alle“ erweitert das Gut Sannum damit das Angebot von der Betreuung im Rahmen der Assistenz beim Wohnen über differenzierte Wohnformen bis hin zur stationären Pflege.

Und ein Projekt dieser Größenordnung gehört natürlich standesgemäß eröffnet. Landrat Frank Eger, Großenknetens Bürgermeister Thorsten Schmidtke, Geschäftsführer des Bezirksverbands Oldenburg Frank Diekhoff und Claudia Schröder, Abteilungsleiterin Soziales im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, richteten ihre Worte an die Gäste. Die Architekten Hartmut Kapels und Jörn Haußmann übergaben schließlich den symbolischen Schlüssel an Hans-Werner Kuhlmann.

Gewohntes Umfeld

„Der Neubau macht es möglich, Bewohner früher aus Krankenhäusern zu holen und sie länger in ihrem gewohnten Umfeld unterzubringen“, sagte Kuhlmann.

150 Menschen im Alter von 18 bis 66 Jahren leben derzeit auf dem Gut Sannum. Einer wohne inzwischen seit 53 Jahren dort, weitere neun Menschen seit 52 Jahren. „Wir wollen den älter werdenden Gästen nicht zumuten, ihr Zuhause zu verlassen, sondern es erhalten“, sagte Frank Diekhoff.

Claudia Schröder – extra aus Hannover angereist – hob hervor, dass sich hier zwei Finanzierungsgrundlagen treffen: „Pflegeversicherung und Eingliederungshilfe aus Steuermitteln sind zwei Systeme, die oft schwer vereinbar sind.“ Auf dem Gut Sannum sei das vorbildlich gelungen. Die Einrichtung stehe für eine starke Pflege im ländlichen Raum, sichere Arbeitsplätze und schaffe Wohnangebote. „Es wird ein Stück Heimat bewahrt“, stellte Schröder fest.

Bürgermeister Thorsten Schmidtke sprach sogar von einem „magischen Ort mit Platz, Raum und Wärme, dem der neue Pflegebereich eindeutig die Krone aufsetzt“.

Für den musikalischen Rahmen sorgte der Chor „Sannumer Zwischentöne“, geleitet von Ulrike Meyer. Sie sangen auch ein Ständchen für Frank Eger, der trotz seines Geburtstages die Feier nicht verpassen wollte. „Das, was hier passiert, macht stolz. Es wird Integration vorbildlich gelebt“, sagte der Landrat. Der neue Pflegebereich sei ein „Modell mit Vorbildcharakter für ganz Niedersachsen“.

In Gruppen besichtigt

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurden den Gästen in kleinen Gruppen die neuen Räume präsentiert, ehe die Beteiligten anschließend bei einem gemeinsamen Mittagessen die Feierlichkeiten ausklingen ließen.


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Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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