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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Talkrunde: „Plattdüütsch“ ein Alleskönner

23.05.2011

DöTLINGEN „Moin“ – mit dieser Ein-Wort-Begrüßung wandte sich der bekannte TV-Moderator vom NDR, Ludger Abeln, am Freitagabend unter starkem Applaus an die 150 Plattdeutschfreunde im Schützenhof „Unter den Linden“ in Dötlingen. Die Erklärung dafür hatte der gebürtige Ostfriese gleich parat: „Wer twee Moin seggt, de is een Snacker!“ Gelungener hätte der Einstieg in die erste Talkrunde auf Plattdeutsch unter dem Titel „Allns up Plat“, veranstaltet vom Landkreis Oldenburg, nicht sein können. Humor auf plattdeutsche Art und Weise war Trumpf im vollen Saal. Entsprechend freuten sich die Plattdeutsch-Beauftragten des Kreises, Angela Hillen und Detmar Dirks, und deren Kollegen in den Gemeinden über den Abend.

„Plattdeutsch ist in“, verkündete der stellvertretende Landrat und stellvertretende Vorsitzende der Oldenburgischen Landschaft, Ernst-August Bode, in seinem Grußwort. Das sei nicht immer so gewesen. „Vor etwa 30 Jahren war Platt verpönt und galt eher als die Sprache der armen Leute.“ Das Platt eine Sprache und kein Dialekt sei, ist dagegen unbestritten. „Heute ist Plattdeutsch wieder im Kommen und deshalb sitzen wir hier“, so Bode.

Mit den Schülern Chiara Eujen und Philipp Vosteen ging das Programm los. Sie lasen Döntjes vor, ebenso auch Friederike Hellbusch und Fentke Stolle – allesamt Kreissieger des Lääswettstriets 2011. Auf Plattdeutsch begrüßte Ludger Abeln, kurzfristig für Lutz Ackermann eingesprungen, die Gesprächspartner. Dazu gehörten der Vorsitzende des Kreislandvolkverbandes, Jürgen Seeger, die Vorsitzende des Kreislandfrauenverbandes Oldenburg, Karin Bellers, der Pastor und ehemalige Leiter des Karkenkrings, Gerold Struß, Christine Büsselmann, Leiterin der Verlässlichen Grundschule Habbrügge, sowie der bekannte Schauspieler des Niederdeutschen Theaters Delmenhorst, Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Ganderkesee und NWZ -Kolumnist Dirk Wieting.

Von Berührungsängsten gab es keine Spur. Jürgen Seeger: „Mit Platt bist du sofort auf Du und Du.“ Auf Abelns Frage, ob dieses auch für die Kirchgänger gelte, antwortete Pastor Struß eher ausweichend. Aber auch er sah das Plattdeutsche als hilfreich an. Nur mit der Jugend klappe das nicht immer so. „Vandagen gift dat ja nu Facebook“, so Abeln. Einig waren sich alle, dass dieses mit Plattdüütsch aber doch nicht so viel zu tun habe. Dirk Wieting erklärte, dass im Theater die richtigen Stücke für junge „Lüe“ geboten werden müssten, dann kämen auch sie. Das gelte für Lustspiel bis Comedy. „Plattdüütsch is all’ns. Plattdüütsch is allround“, so Wieting.

Ja – und „sogar dat Schimpen is beter as in Hochdüütsch“, war sich Abeln sicher. So manchen Lacherfolg gab es an diesem Abend.

Für den musikalischen Part zeichneten Sybille Gimon mit „Hör nicht up to dröömen“ und „Singen bow’d Brüggen“ sowie Leonie Grote verantwortlich.

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