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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Pointen aus Politik wie Privatem

08.07.2013

Dötlingen „Drei, zwei, eins – lachen“: Ein Feuerwerk aus spitzfindigen Analysen tagesaktueller Themen prasselte am Freitagabend auf gut 120 Comedy-Freunde im Schützenhof „Unter den Linden“ in Dötlingen nieder. Thorsten Lieder, einst Dötlinger Einwohner, hatte auch in diesen Jahr das „Bremen vier Comedy Club on Tour“-Programm in den Ort geholt. Und anders als noch in der benachbarten Kreisstadt kamen die Zuhörer in Scharen, um sich von Lacherfolg zu Lacherfolg schaukeln zu lassen.

Für die „Lachgarantie“ zeichnete unter anderem Comedian Wolfgang Trepper verantwortlich. Trepper, längst ein alter Hase im Comedy-Geschäft bei 14 Kabarett-Soloprogrammen, sechs Comedy-Preisen und seit 2006 bundesweit 250 Bühnenauftritten, zeigte sich als Kenner Dötlingens. „Es ist für mich ein Fest, hier in Dötlingen zu sein. Mein Navi sagte: Musst du dort hin“, moderierte sich Trepper zu Beginn des Abends selber an: Im benachbarten Hotel Dötlinger Hof habe er mit der Handball-Mannschaft Quartier bezogen und in der Neerstedter Sporthalle trainiert. Aber auch die umliegenden Ortschaften kenne er und auch das Gildefest.

Nach einer kaufmännischen Ausbildung hatte Trepper sein Hobby zum Beruf gemacht und wurde Manager eines Handball-Bundesligavereins. Über das Radio zog es ihn dann auf die Bühne. Berechtigterweise, wie auch die Zuschauer fanden, und nicht mit Beifall sparten.

Alltagsgeschichten, besonders aus der eigenen Beziehung, bescherten immer wieder neue Lachsalven. Jeden Sonnabendmorgen komme die selbe Frage der Herzallerliebsten beim zärtlichen Nackenkraueln: Fährst du zum Bäcker? „Da bin ich heute lieber nach Dötlingen gefahren und erspare mir den sonnabendlichen Fragenkatalog.“ Aber auch das Aufklärungswerk „Wohin will Willi?“ wusste Trepper aus eigener Anschauung zu interpretieren. „Spermien, die die Taucherbrille aufsetzen, wenn es los geht? Da kann ich einfach nicht mehr…“

Andrea Volk aus Köln war für den erkrankten Özgür Cebe eingesprungen, der aus der TV-Serie „Lindenstraße“ und „Alarm für Cobra“ bekannt ist. „Frühling, Sch….; Herbst und Matsch“, so würden die Jahreszeiten in diesem Jahr genannt, hämmerte sie auf die Wetterkapriolen ein. Als Kölnerin hatte sie auch die Multikulti-Welt im Auge und äußerte Gedanken zur Burka.

Frederic Hormuth schaffte es, Politik so zu erklären, dass auch „Politiker darüber lachen können“. Auch zeigte er sich als Künstler am Keyboard und begleitete sich selbst zur Melodie nach „Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad“. Nur den Text hatte er verändert: „Meine Oma kommt ins Pflegeheim nach Thailand“ – eine Persiflage auf den Senioren-Tourismus mit Unterbringung pflegebedürftiger älterer Menschen in billigen ausländischen Heimen.

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