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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Preis und Nutzung fließen in Bewertung

21.02.2015

Hude Wohnfläche 610 Quadratmeter. 22 Räume. Ein Grundstück mit einer Gesamtgröße von 18 955 Quadratmetern. – Die denkmalgeschützte Jugendstilvilla ist schon etwas ganz Besonderes. Deshalb hat die Gemeinde Ende 2013 kurzfristig das Haus Marienhude von der Diakonie erworben. Dafür gab und gibt es viel Kritik.

Mehrere Faktoren

Der Faktor Nutzung fließt mit 20 Prozent in die Bewertungsmatrix ein. Die kulturelle, soziale, öffentliche Nutzung gibt zum Beispiel 60 Punkte. Für die alleinige private Nutzung sind es nur noch 20 Punkte.

Der Faktor Öffentlichkeit wird im Zuge des Bieterverfahrens mit zehn Prozent einfließen. Für die unbeschränkte bedarfsorientierte öffentliche Nutzung werden zum Beispiel 60 Punkte vergeben. Für bis zu drei öffentliche Veranstaltungen pro Jahr sind es noch 30 Punkte.

Interessenten hatten sich in jüngster Zeit schon gemeldet. Aufgrund dieses Interesses wurde von der Gemeinde das Bieterverfahren in Gang gesetzt. Ein Verfahren, bei dem sichergestellt sei, dass niemand bevorzugt werden könne, ganz transparent und offen, sagte der Bürgermeister. Wer am Ende die meisten Punkte sammle, solle den Zuschlag erhalten.

Die Gemeinde rechnet fest mit den Einnahmen aus dem Verkauf noch in diesem Jahr. Im vergangenen Jahr musste die Gemeinde rund 17 000 Euro für die Unterhaltung des Hauses (Heizung usw.) ausgeben.

Die Villa sollte nicht als unzugängliches Privathaus aus der öffentlichen Wahrnehmung verschwinden, umschrieb Bürgermeister Holger Lebedinzew die Intention. Sprich: Die Gemeinde wollte die Hand drauf haben, was mit dem Haus weiter passiert.

Die einstige Bornemann-Villa, gebaut 1905, sollte auch künftig, zumindest für ein paar Tage im Jahr, der Öffentlichkeit zugänglich sein, so der Wunsch. Für Konzerte, Bildhauer-Symposien oder in irgendeiner anderen Form. Noch besser wäre eine Nutzung, die (bedarfsorientiert) den mehr oder weniger öffentlichen Zugang ermöglicht.

Reines Wohnen, Wohnen und Gewerbe sind denkbar, sagt die Gemeinde. Oder auch die komplette gewerbliche Nutzung als Hotel, Anwaltskanzlei oder Privatklinik. Den Ideen seien keine Grenzen gesetzt, „sofern die behutsame und würdevolle Nutzung der vergangenen Jahrzehnte fortgesetzt wird“, heißt es.

Punkte sammeln

Und wenn die Interessenten dann auch noch die Möglichkeit bieten, dass das denkmalgeschützte Ensemble der Öffentlichkeit zumindest temporär zugänglich ist. Dann haben sie schon mal Punkte gesammelt.

„Wir haben nicht die finanziellen Möglichkeiten, etwas zu verschenken. Das können und wollen wir nicht“, sagte am Freitag Bürgermeister Lebedinzew. Auch bei der jetzt startenden Vermarktung durch die Gemeinde spielt der Preis eine Rolle. Aber nur zu 60 Prozent.

Darüber hinaus zählen Faktoren wie die Nutzung (20 Prozent), Öffentlichkeit (10 Prozent) und Kauf des Ensembles in der Gesamtheit (10 Prozent).

Das alles fließt in eine ausgeklügelte Bewertungsmatrix, die im Sinne der Transparenz allen Interessenten zur Verfügung gestellt und auch im Internet zu finden ist.

Komplett verkaufen

Abgesprochen wurde das Verfahren mit der Kommunalaufsicht und dem Rechnungsprüfungsamt. Die Gemeinde möchte am liebsten einen Käufer finden, der das Ensemble in seiner Gesamtheit erwirbt.

Dafür erwartet sie ein Mindestgebot von 860 000 Euro. Das ist das Geld, was sie bislang investiert hat. Möglich ist darüber hinaus auch nur der Erwerb der Villa mit dem Park – ohne die drei Wohnbaugrundstücke. Hier liegt das erwartete Mindestgebot bei 560 000 Euro. Die alleinige Vermarktung nur der drei Baugrundstücke ist nicht vorgesehen. „Das können wir später auch noch“, so Lebedinzew. Denn für die Baugrundstücke gibt es Interessenten. Für das Haus Marienhude offenbar auch, wenn auch noch nicht so viele. Das zeigten die jüngsten Anfragen.

Dass die Vermarktung über ein renommiertes Maklerbüro gescheitert ist, lag wohl vor allem an den überhöhten Preisvorstellungen (plus Provision). Das schreckte ab. Nun versucht es die Gemeinde in Eigenregie mit realistischen Zahlen. „Ich hoffe, dass wir damit zum Ziel kommen“, sagte Lebedinzew. Eine Garantie gebe es aber nicht.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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