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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Uralter Weg soll Denkmal werden

03.03.2018

Prinzhöfte Wer kennt sie nicht, die „Romantische Straße“, die „Märchenstraße“ oder den „Jacobsweg“? Aber oft braucht man gar nicht in die Ferne zu schweifen, um eine besondere Verkehrsverbindung mit packender Geschichte oder sehenswerter Natur zu entdecken. Fündig werden können Interessierte zwischen Hengsterholz und Simmerhausen: Hier gibt es den sechs Kilometer langen, vergessenen „Alten Heerweg“ – eine jahrhundertealte Verbindung im früheren Grenzgebiet des Herzogtums Oldenburg und des Königreichs Hannover.

Auch heute noch werden die Gemeinde Dötlingen und die Gemeinde Prinzhöfte durch den Weg, der zum Teil auch als „Grenzweg“ bezeichnet wird, räumlich getrennt.

Dazu hat Rudi Geisler, seit 1970 in der Schweinsheide zu Hause, jetzt die Dokumentation „Alter Heerweg – Historischer Weg durch die Klein Henstedter Heide“ veröffentlicht. Auf 50 Seiten mit 100 Abbildungen beschreibt er die Historie und die hier zu erlebende Natur.

Herausgeber ist die Schutzgemeinschaft Klein Henstedter Heide. Vorsitzender Wilfried Holtmann, Schriftführerin Petra Janßen und Rudi Geisler, der nicht nur Autor und Fotograf, sondern auch zweiter Vorsitzender der Gemeinschaft ist, stellten am Freitagvormittag die Dokumentation auf dem Hof Blocksberg direkt am Alten Heerweg vor.

„Unser Ziel ist es, die Unterschutzstellung des Weges als Denkmal zu erreichen“, sagte der Vorsitzende, der direkt an dem Weg lebt. Angesichts einer Aufschotterung und tonnenschwerer Fahrzeuge, die Material für drei neue Windmühlen in Uhlhorn ankarren, ist das zurzeit eine schwere Vorstellung. Aber nach der Baumaßnahme muss der Weg wieder in seinen bisherigen Zustand zurückversetzt werden. Dann kommen auch wieder die Grenzsteine mehr ins Licht.

Von Nummer 50 bis 66 sind alle noch vorhanden an der überregionalen Verbindung zwischen Nord- und Westeuropa. Auch die Truppen Napoleons hätten diesen Weg genutzt, stellten die Vorstandsmitglieder heraus. Über die alte Zollstation am Wendbüdel (heute der BUND-Hof), in der sogar Zar Peter der Große genächtigt haben soll, wird in der Dokumentation berichtet – oder auch über den Streit um den Torf des Feinen Moores.

„250 Jahre alte Grenzsteine, 3000 Jahre alte Hügelgräber, 10 000 Jahre alte Moore mahnen, heute mehr Respekt vor der Geschichte zu zeigen und nicht alles daran setzen zu dürfen, dieses Erbstück zu vernichten“, so Geisler.

Angesichts des „drohenden Windparks Klein Henstedter Heide“ mit 21 geplanten Windmühlen sieht die Schutzgemeinschaft dieses Erbe arg bedrängt. Deshalb fordert sie, dass Politik und Verwaltung Verantwortung für den Alten Heerweg übernehmen, aber auch die Menschen, die die Geschichte ihrer Heimat wertschätzen.
 Erhältlich ist das Buch über Wilfried Holtmann, Email: hof-blocksberg@t-online.de.

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