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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Alexanderstein: Privater Einsatz gegen das Vergessen

28.01.2017

Ganderkesee Der Stein, der an die Familie Alexander erinnert, liegt verwittert im Beet. Besonders gut gepflegt wirkt er nicht. Kümmern sollte sich eigentlich der Kommunalservice, hatte die NWZ  am Freitag berichtet. Dass sich niemand des Steines annimmt, stimmt allerdings nicht: „Ich habe mich über den Zustand des Steins geärgert. Ich dachte, dass jemand von der Gemeinde etwas macht, aber da passiert nichts“, resümiert Cornelia Linnemann-Reising. Seitdem sie 2009 in Rente ging, setzt sie sich dafür ein, dass Familie Alexander nicht in Vergessenheit gerät.

1995 zog Cornelia Linnemann-Reising mit ihrem Ehemann in das Haus am Ring 27. Das Haus an der Ecke zur Langen Straße ist auf dem Platz erbaut, den früher das Haus der Familie Alexander einnahm. Von der jüdischen Familie, die zur Zeit des Nationalsozialismus an diesem Ort lebte, erfuhr die 61-Jährige durch Erzählungen. Sie habe sich immer gefragt, warum da ein Stein stehe, bis sie ins Beet stieg, um selbst auch die Inschrift auf dem Mahnmal zu lesen.

„Es war leer, da stand nur der Stein, und der war voll mit Efeu“, erinnert sich die Rentnerin. Den Efeu habe sie direkt weggerissen, damit der Stein wenigstens erkennbar war. Daraufhin rief sie bei Carsten Wünker an, der im Rathaus für Umweltfragen zuständig ist, und fragte, ob sie da etwas machen dürfte. Da dem nichts entgegenzusetzen war, stellte Cornelia Linnemann-Reising einen Engel und eine Kerze vor den Stein, legte ein Rondell mit Kieseln um das Mahnmal herum und pflanzt jeden Sommer Blumen ins Beet. Ihr Ziel ist es, das Mahnmal noch besser in Szene zu setzen: „Da müsste man richtig einen Weg anlegen und vielleicht noch eine kleine Bank dazustellen.“

Fritz Alexander war übrigens auch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Ganderkesee. Ein Gedenkstein zur Erinnerung steht beim Mahnmal am Feuerwehrhaus.

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