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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Projekt für kommende Generationen

26.05.2017

Dötlingen Dötlingen, Dorf der Kunst, Kultur und des Tourismus, wird die Realisierung eines Leuchtturmprojektes geboten: Der Dötlinger Detlef Knechtel (96) möchte den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde über die Dötlingen-Stiftung 1,5 Millionen Euro für ein „Haus der Begegnung“ stiften. Wie so etwas aussehen kann, stellte Harald Meyer, Beiratsvorsitzender der Stiftung, am Mittwochabend in einer Bürgerversammlung vor fast 70 Gästen im Dötlinger Hof vor.

Nachdem das Projekt III, die alte Schmiede auf dem ehemaligen Poppe-Hof in andere private Hände gegangen sei, hätten Gespräche mit Detlef Knechtel gezeigt, dass er bereit sei, für Kunst und Kultur, öffentliches Leben und gesellschaftliche Veranstaltungen im weitesten Sinne die Summe von 1,5 Millionen Euro zu stiften, so Meyer. „Aber nicht als Denkmal, sondern als Wunsch, nachhaltig etwas für kommende Generationen zu tun. Das ist einzige Bedingung“, sagte er.

Platz für rund 100 Gäste

Vorgestellt wurde an diesem Abend der Vorentwurf des Architektenbüros Janz-Janzen aus Hude. Ein achteckiger eingeschossiger Bau mit sogenannten Kabinetten, die durch Glasfronten verbunden sind. Durchmesser etwa 20 Meter mit freitragendem Dach, versenkbarer Bühne, Platz für gut 100 Gäste und einem per Fahrstuhl und Treppe erreichbaren sicheren Keller für das Kunst-Archiv der Stiftung nebst Toiletten und Abstellmöglichkeiten.

Ein Haus der Vielfalt, für Jung und Alt, ein Bindeglied zwischen den Generationen. Die Stiftung hat längst erkannt: Ohne die jüngeren Jahrgänge hat Dötlingen kulturell keine Zukunft.

Das Konzept sieht Kunst- und Kulturveranstaltungen für Schüler und Erwachsene vor, wechselnde Ausstellungen und eine Dauerausstellung „Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ unter Einsatz neuester Digitaltechnik. Weitere Nutzungsmöglichkeiten: Eventuell Büro für den Naturpark Wildeshauser Geest und/oder Touristinformation, Trauungen, Vorträge, Workshops und ein Öffnen für Vereine. „Auf gar keinen Fall soll eine Konkurrenzsituation zur bestehenden Gastronomie erfolgen. Es geht vielmehr um Kooperation. Und es werden für die Gemeinde auch keine Folgekosten entstehen. Dafür steht die Dötlingen-Stiftung“, versicherte Meyer.

Kontroverse Diskussion

Damit war der Einstieg in eine kontroverse Diskussion gegeben. Während der überwiegende Teil den positiven Effekt und die große Chance sahen, gab es verschiedene Stimmen, die von dem Projekt nichts wissen wollten.

Günter Graf: „Was ich jetzt gehört habe, unterscheidet sich massiv von dem, was auf der Straße erzählt wird. Das ist ein gutes Projekt.“ Damit sei auch das Gerede von einem „Kulturpalast“ entkräftet. Am geplanten Standort auf den Ausweichparkflächen für die Gartenkultour zweifelten allerdings einige Bürger, auch wegen der Nähe zum Friedhof. Walter Ulrich: „Leben und Tod gehören eng zusammen.“

Harald Meyer: „Von anfangs fünf möglichen Standorten hat der Landkreis nur zwei machbare aufgezeigt. Der eine ist ausgepflockt auf den Not-Parkplätzen und ein weiterer verschoben in die Wiese zum Dorfgarten. Mehr zentrale Standorte gibt es nicht. Das ist uns vorgegeben.“ Dierk Garms äußerte seine Bedenken so: „Ich habe nichts gegen ein solches Gebäude, aber was ist mit den Folgekosten und der Baugestaltungssatzung?“

Bürgermeister Ralf Spille, kraft Amtes Mitglied in der Stiftung: „Eine Garantie, dass alles zu 100 Prozent kostenneutral verläuft, gibt es bei keinem Projekt. Das Haus bietet Möglichkeiten zur Nutzung durch alle Gemeindebewohner. Und es liegt auch an ihnen, diese nicht wiederkommende Chance zu ergreifen.“ Der Rat habe aber noch keine Entscheidung gefällt im Hinblick auf Grundstück und mehr. „Wir werden erst dann in die Verfeinerung des Konzeptes eintreten können, wenn wir ein Grundstück von der Gemeinde für das Projekt erhalten“, schloss Meyer. „Ohne professionelle Hilfe geht das nicht. Und die kostet Geld aus der Kasse der Stiftung.“

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