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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Hospizkreis: Reden statt Schweigen zum Tod

30.05.2015

Ganderkesee Die Zeiten, in denen das Sterben und der Tod aus dem alltäglichen Leben ganz und gar ausgeblendet wurden, sind überwunden. Das stellte Alice Gerken-Klaas am Freitagabend bei der Auftaktfeier der Aktivitäten zum zehnjährigen Bestehen des Hospizkreises Ganderkesee fest. In ihrer Kindheit sei der Tod „ausgeschwiegen“ worden, so die Bürgermeisterin. Noch mit 16 Jahren habe sie nicht zur Trauerfeier ihres eigenen Großvaters gehen dürfen. „Das hat sich verändert“, sagte sie an die mehr als 150 Gäste im Lichthof des Rathauses gewandt.

„Sterben ist ein Teil des Lebens“, und es sei Aufgabe der Gesellschaft, dafür zu sorgen, dass es in Würde geschieht, befand Chris Peikert-Baramsky, Vorsitzende des Hospizkreises, in ihrer Rückschau auf das erste Jahrzehnt der Hospizarbeit in Ganderkesee. Sie dankte ihrem Amtsvorgänger Erich Kurzawski für seinen Mut, die Leitung des Hospizkreises in den Anfangsjahren zu übernehmen.

Hospizgottesdienst und schwarzhumoriges Kabarett folgen

Die Aktivitäten zum zehnjährigen Bestehen des Hospizkreises Ganderkesee werden fortgesetzt. Am Sonntag, 21. Juni, findet ab 17 Uhr ein Hospizgottesdienst in der Huder St.-Elisabeth-Kirche, Kirchstraße 2, statt. Pastor Reiner Backenköhler, Ehrenamtliche des Vereins und die Huder Gospelsingers gestalten die Feier.

Die Schüler-Bilder zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“, die in einem Kunstprojekt an der Oberschule Ganderkesee, der Schule Habbrügger Weg und der Katenkampschule entstanden sind, können bis zum 26. Juni im 1. und 2. Obergeschoss des Lichthofs im Ganderkeseer Rathaus, Mühlenstraße 2-4, betrachtet werden. 35 junge Künstler verschiedener Klassenstufen haben sich dem Thema über Geschichten, Traueranzeigen und Gespräche genähert. Heraus kamen bunte Totenmasken und Bilder.

Von der schwarzhumorigen Seite widmen möchte sich der Hospizkreis seinem Thema am Sonnabend, 27. Juni, um 19 Uhr in der Mensa des Schulzentrums Ganderkesee, Am Steinacker: „Nur über deine Leiche“ heißt das Programm, mit dem der Kabarettist Stephan Franke nach Ganderkesee kommt. Karten sind im Vorverkauf für 10 Euro bei der regioVHS, Telefon  04222/4 44 44, erhältlich. An der Abendkasse kosten sie 12 Euro. Telefon

Am 20. Juni 2005 war der ambulante Hospizkreis nach gut zwei Jahren Vorlaufzeit gegründet worden. Mit 51 Mitgliedern und zehn ehrenamtlichen Hospizbegleitern nahm die Gruppe ihre Arbeit auf. Heute, fast genau zehn Jahre später, zählt der Verein 169 Mitglieder, 50 Begleiter stehen Sterbenden und Trauerden zur Seite, 72 Aktive engagieren sich insgesamt in der Vereinsarbeit. Seit 2009 begleitet der Hospizkreis auch in der Nachbargemeinde Hude.

Auch Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew nutzte die Gelegenheit gern, um den Aktiven, die „keine einfache Arbeit“ machten, seinen Dank auszusprechen und ihnen nachträglich zum Niedersachsenpreis für Bürgerengagement zu gratulieren. Die Auszeichnung hatte der Verein Ende vorigen Jahres erhalten.

Moderiert wurde die Feier im Rathaus vom stellvertretenden Vorsitzenden des Hospizkreises, Rainer Heinken. Er übergab zwischendurch mehrfach an die „Streichhölzer“, eine Musikgruppe des Gymnasiums Ganderkesee unter der Leitung von Oliver Walker. Sie spielten unter anderem ein Stück, das als Motto des Hospizkreises verstanden werden könnte: John Lennons „Come together“.

Chris Peikert-Baramsky betonte, wie wichtig die Vernetzung innerhalb des Vereins, aber auch mit anderen Akteuren aus der Hospizarbeit und der Palliativmedizin sei. Ihr Zukunftswunsch und zugleich Appell an die Zuhörer: „Erzählen Sie anderen vom Wirken des Hospizkreises!“

Bevor der Abend bei einer Bilderpräsentation über zehn Jahre Hospizkreis und einem Imbiss im Sitzungssaal des Rathauses ausklang, stellte Kunsttherapeutin Ute Wessels ihr Projekt vor, das sie zusammen mit Astrid Mackel an der Oberschule Ganderkesee, der Schule Habbrügger Weg und der Katenkampschule umgesetzt hat. Die entstandenen Arbeiten sind ab sofort im Lichthof des Rathaus zu sehen (die NWZ  berichtete).


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/oldenburg-land 
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Karoline Schulz Redakteurin / Redaktion Ganderkesee
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