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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

Reisebericht und Konzertabend verquickt

17.02.2014

Wildeshausen Ein Jahr in der südamerikanischen Tangometropole Buenos Aires hat den Oldenburger Akkordeonisten Lothar Schneider musikalisch geprägt. Von seinen Erfahrungen und Begegnungen mit den argentinischen Tangomusikern berichtete Schneider am Freitagabend auf Einladung der Volkshochschule Wildeshausen vor gut 40 Zuhörern unter dem Titel „Argentinien im Blut“ bei seinem Tangoabend.

Die Tango-Tanzlokale, die Milongas, wurden für Lothar Schneider während seines Aufenthaltes fast eine zweite Heimat. Er spielte mit den jungen und alten angesagten Tangomusikern und lernte die Seele, die Emotionen des Tangos hautnah kennen. Schneider nahm die Zuhörer mit auf eine musikalische, aber auch erzählerische Reise in die Hitze der 13-Millionen-Metropole. Ein Vortrag, der schnell die Zuhörer in der Volkshochschule fesselte.

Schneider interpretierte auf seinem großen Konzertakkordeon die Tangos mit starker Expressivität. Das Bandoneon vermisste in diesem Moment niemand. Kommentar Schneiders: „Man könnte das Akkordeon glatt dem Bandoneon vorziehen.“

In seinem Repertoire ließ der Oldenburger alle großen Bandoneonisten der Gegenwart aufspielen, unter ihnen zuallererst Rodolfo Mederos und Daniel Binelli. Beide spielten schon als junge Musiker im Quartett von Astor Piazzolla mit.

Die Zuhörer erlebten einen Konzertabend, der kaum glauben ließ, wie vielfältig, wie verschiedenfarbig, wie farblich unterschiedlich und wie facettenreich der Tango tatsächlich ist. Der Bogen spannte sich von afrikanischen Elementen bei „La Yumba“, Osvaldo Pugliese komponierte das Werk in den 40er Jahren, zum gesanglichen Tango bei „Toda mi vida“ von Anibal Troilo und reichte bis zu kontrapunktischen Nebenstimmen im Arrangement von Carlos Pazo oder Elementen der Avantgardmusik bei „El loco“ von Diego Schissi.

Schneider erzählte auch von seinem Aufenthalt in Buenos Aires – einem Studienjahr mit Tango als Tanz und Tango als Musik. Er berichtete von dem Gefühl der Anonymität in der Tag und Nacht pulsierenden Metropole. Von den Fahrten mit der Buslinie durch die Stadt zu fahren, aber auch davon, einfach nur in einem Café zu sitzen und mit Carlos Gardel über das Leben nachzudenken.

Unter dem Strich wohnten die Gäste einem Reisebericht und Konzertabend bei, in dem sie sich schnell einfühlten und einen Hauch der südamerikanischen Mentalität verstehen lernten.

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