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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Kultur

„Rock-Konzert auch ohne Alkohol möglich“

03.05.2012

WILDESHAUSEN Die Absage des Festivals „Rock gegen Rechts“ durch den Arbeitskreis „Bunt statt braun“ im Wildeshauser Präventionsrat hat für erheblichen Zündstoff hinter den Kulissen gesorgt. Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, Vorsitzender des Präventionsrates, zeigte sich überaus verärgert über die Pressemitteilung des Arbeitskreisvorsitzenden Ralf Beduhn und Mitorganisator Nils Hesse. Darin würden Verwaltung und Vertreter des Präventionsrates öffentlich diskreditiert. Für ihn stelle sich daher die Frage, ob Beduhn noch der richtige Vorsitzende für den Arbeitskreis sei, so Shahidi am Mittwoch.

Der Arbeitskreis hatte das Rockkonzert, das am 12. Mai in der Gaststätte Kayserhaus stattfinden sollte, unter Hinweis auf eine Forderung der Stadt Wildeshausen abgesagt: Sie habe ultimativ gefordert, „dass auf dem Festival in der Gaststätte kein Alkohol ausgeschenkt werden dürfe“ – und zwar auch nicht an erwachsene Festivalteilnehmer. Beduhn sprach gegenüber der NWZ  von einer „krassen Fehlentscheidung“ und einem Vertrauensbruch. Nach dem ersten Festival „gegen Rechts“ im Jugendzentrum (ohne Alkoholausschank) sei zugesagt worden, das Konzert in eine Gaststätte zu verlegen. Auch andere Mitglieder des Präventionsrates, darunter Heiko Bock (DGB) und Annelies Müller („Arbeitskreis Suchtgefahren“), hätten das Konzept ausdrücklich gebilligt. Beduhn leitet als Lehrer an der KGS Weyhe-Leeste seit 23 Jahren Arbeitsgemeinschaften gegen Rechtsextremismus. Die Aktivitäten wurden mehrfach ausgezeichnet. „Wir sind keine Anfänger“, betonte der 61-jährige Pädagoge.

Shahidi zufolge ist ganz klar geregelt, dass bei Veranstaltungen des Präventionsrates kein Alkohol ausgeschenkt werde. „Es kann durchaus ein Rockkonzert ohne Alkohol geben.“ Auch der Vergleich mit dem Gildefest, wie ihn Beduhn und Hesse ihn ihrer Pressemitteilung ziehen, sei falsch. „Die Gilde achtet sehr wohl auf die Einhaltung der Jugendschutzbestimmungen“, sagte Shahidi der NWZ.

Auch die Ratsfrau der Linken, Kreszentia Flauger, griff in die Debatte ein. Sie meint, die Differenzen zwischen dem Arbeitskreis und der Verwaltung ließen sich nicht beheben, indem der Vorsitzende des Arbeitskreises abgesetzt werde. Notwendig sei ein „intensives klärendes Gespräch“.

Stefan Idel
Redaktionsleitung
Redaktion Wildeshausen
Tel:
04431 9988 2701

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Präventionsrat | NWZ | Jugendzentrum | DGB | KGS Weyhe

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