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Gemeindebücherei: Sachliteratur kaum mehr gefragt

25.02.2014

Wardenburg Die Gemeinde Wardenburg scheint im Lesefieber. Diesen Eindruck kann man zumindest gewinnen, wenn man sich die aktuellen Zahlen der Gemeindebücherei vor Augen führt. Aktuell zählen 597 Bürger und Bürgerinnen zu den aktiven Nutzern der Einrichtung, 16 700 Ausleihen gingen über den Tresen. Allein 137 neue Mitglieder konnte man im vergangenen Jahr gewinnen. „Das ist eine ganz gute Hausnummer“, bemerkt Wolfgang Arians, als Amtsleiter für Bürgerservice, Bildung und Interne Angelegenheiten zuständig für die Gemeindebücherei.

Zahlreiche Aktionen

„Hier macht sich die Öffentlichkeitsarbeit und das Engagement von Büchereileiterin Brigitte Kardelke bezahlt“, so Arians. Diese organisiert neben zahlreichen Aktionen jeden Monat auch die Zusammenarbeit mit den Schulen und Kindergärten, beispielsweise beim Projekt „Leo Lesepilot“ (die NWZ  berichtete). „Die Kinder sind natürlich auch Multiplikatoren“, die ihren Geschwistern, Eltern oder Freunden von uns erzählen“, versucht Arians die hohe Anzahl an Neukunden zu erklären.

Damit diese auch die erwünschten Bücher vor Ort vorfinden, ist Leiterin Kardelke stets bemüht, das Angebot auf dem neuesten Stand zu halten. Insgesamt 5000 Euro stehen ihr laut aktuellem Haushalt für Neuanschaffungen zur Verfügung. Im vergangenen Jahr konnte Kardelke rund 420 Bücher neu für die Bücherei anschaffen.

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Das mag nicht die Welt sein, aber ohnehin steht die Gemeindebücherei eher für Klasse statt Masse. Rund 8000 Medien befinden sich in ihrem Bestand, regelmäßig ist Kardelke in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für öffentliche Bibliotheken in Aurich bestrebt, alte und kaum genutzte Bücher auszusortieren. Wichtig seien schließlich nicht vollgepackte Regale, sondern auch eine ansprechende Präsentation, betont Kardelke, die in den Regalen auf Frontalpräsentation setzt, so dass sich die Leser schneller einen Überblick verschaffen können.

Generell ist ein Umbau des Angebots zu bemerken. „Wir haben in den vergangenen Jahren den Bestand an Nachschlagewerken und Sachliteratur zurückgefahren“, berichtet Kardelke. Hier sei in Zeiten von Internet und Wikipedia eh ein abnehmendes Interesse zu verzeichnen.

370 unter zwölf Jahren

Stattdessen wird in Belle­tristik investiert, vor allem in Kinder- und Jugendbücher. Kaum verwunderlich, schließlich sind 370 der 597 Nutzer Kinder unter zwölf Jahren. Besonders hoch im Kurs stehen derzeit „Gregs Tagebücher“, „Coolman“ sowie „Die drei Fragezeichen“. Bei den Erwachsenen ist hingegen ein Trend hin zum Regionalkrimi erkennbar. „Gut laufen hier die Bücher von Klaus Peter Wolf oder Sandra Lüpkes.“

Martin Thaler Volontär / NWZ-Redaktion
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